Das Grevener Rathaus
Verkanntes Denkmal

Greven -

Grünen-Ratsfrau Lore Hauschild möchte eine Art multimedialer Werbekampagne für das Grevener Rathaus starten. Damit soll verdeutlich werden, warum das Rathaus denkmalwürdig ist.

Freitag, 29.09.2017, 06:39 Uhr
Grevens Rathaus – warum es denkmalwürdig sein soll, leuchtet offenbar vielen Bürger nicht so richtig ein.
Grevens Rathaus – warum es denkmalwürdig sein soll, leuchtet offenbar vielen Bürger nicht so richtig ein. Foto: Günter Benning

Lore Hauschild , ehemalige Realschullehrerin und aktuelle grüne Ratsfrau, brach eine Lanze für Grevens Rathaus: „Beton, undicht, kein Fachwerk“, resümierte sie im Rat am Donnerstag, „der Denkmalwert des Gebäudes wird von vielen Grevenern nicht gesehen.“

Eine Bresche für das Rathaus

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  • Grevens Rathaus soll ein Denkmal sein -- aber das sehen viele Grevener nicht so recht ein.

    Foto: Günter Benning
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    Foto: Günter Benning
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    Foto: Günter Benning
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    Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
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Ihr Vorschlag: Eine Art multimedialer Werbekampagne für den Betonbau zu starten. „Man sollte einen Architekten beauftragen, einen Essay über das Rathaus zu schreiben.“

Allerseits Kopfnicken, aber Bürgermeister Peter Vennemeyer hatte da noch einen besseren Vorschlag: „Wir sollten den ehrenamtlichen Denkmalpfleger Hans Galen bitten, das zu machen.“

Aktuell ging es in der Ratssitzung darum, die Verwaltung mit der Planung für Sanierung und Erweiterung des viel zu engen und technisch maroden Rathauses zu beauftragen. Dessen Denkmalwürdigkeit ist vom Landschaftsverband Westfalen Lippe, der Denkmalbehörde, bereits anerkannt worden. Der LWL hat sich anders entschieden, als 90 Prozent der Teilnehmer einer Umfrage dieser Zeitung im Jahr 2013. Sie lehnten einen Erhalt des Gebäudes als Denkmal ab.

Experten sahen das schon immer anders. Vorneweg Denkmalpfleger Hans Galen. Der war nicht nur CDU-Fraktionsvorsitzender und hat Münsters Stadtmuseum gegründet. Er gehörte auch zu jenen, die den bekannten Architekten Dieter Oesterlen für die Planung gewinnen konnten. Der hat während seiner Karriere den Niedersächsischen Landtag umgebaut, zahlreiche Kirchen und Verwaltungen entworfen. In seinem Wikipedia-Eintrag steht übrigens das Grevener Rathaus nicht. 1973 wurde es im funktionalen Bauhausstil fertiggestellt.

Der Grevener Kunstsammler Rudolf Lauscher meinte in der Debatte von 2013: „Das Rathaus ist auch in seiner Kombination mit der Silhouette der Stadt Greven unvergleichlich schön.“ Kurz: Das beste Gebäude, das man in Greven im 20. Jahrhundert errichtet habe.

Einige Details, die das Rathaus auszeichnen: Die offene Architektur. Der Ratssaal weist mit seiner Fensterfront auf die Stadt hin. Fraktions- und Sitzungsräume sind von der Verwaltung deutlich getrennt, ein Symbol für das Demokratie-Verständnis der Nachkriegszeit. Gelitten hat der Bau unter anderem durch das Parkhaus, das an den Baukörper angedockt wurde – eigentlich war dort nach den Plänen des Architekten Platz für die Erweiterung vorgesehen.

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