Serie: Wolfgang und Edith Otte-Witte in ihrem Garten
Schlaraffenland für Piepmätze

Reckenfeld -

Wo fängt der Vorgarten an, und wo hört er bei Otte-Witte auf? Klar, man sagt, der Vorgarten liegt vor der Haustür. Doch wenn man zu drei Seiten des Grundstücks eine Straße hat, dann kann man ja schon fast von drei Vorgärten sprechen.

Donnerstag, 19.10.2017, 14:10 Uhr

Sichtschutz und Vogelparadies: Der Garten von Wolfgang und Edith Otte-Witte – hier mit Enkel Leon – zeichnet sich durch viele Sträucher aus, von denen die meisten Früchte tragen.
Sichtschutz und Vogelparadies: Der Garten von Wolfgang und Edith Otte-Witte – hier mit Enkel Leon – zeichnet sich durch viele Sträucher aus, von denen die meisten Früchte tragen. Foto: Rosemarie Bechtel

Der Garten der Otte-Wittes hat zwei Funktionen: Er bietet Sichtschutz. Und er ist ein Paradies für Insekten und Vögel. Denn die finden in den vielen Sträuchern alles, was ihr kleines Herz begehrt. Von Blutpflaume, Kornelkirsche, Hartriegel und Felsenbirne bekommen Wolfgang und Edith Otte-Witte eigentlich nie etwas ab. „Der Hartriegel ist im September nach ein bis zwei Tagen abgeerntet“, lacht Edith Otte-Witte. Das ganze Jahr über werden die Vögel zusätzlich gefüttert. So ist auch im Winter im Garten immer etwas los. Und auch drei Igel fühlen sich aktuell im Garten wohl. Die werden mit Mehrwürmern gefüttert. Das ist eine Win-Win-Situation. „So haben wir keine Schnecken im Garten“.

Überhaupt kommt keine Chemie an Sträucher und Blumen. Das Ehepaar liebt seinen Garten, auch wenn er schon so einiges an Arbeit mit sich bringt. Sie sehen das als Hobby an. Vom Frühjahr bis zum Herbst grünt und blüht es. Lavendel, Malven, Fuchsien, Sommerflieder, Nachtkerzen locken Schmetterlinge, Bienen und Hummeln. „Der Phlox zieht das Taubenschwänzchen an“, hat die Gartenbesitzerin beobachtet. Der Cotoneaster bietet wertvolles Winterfutter, und der Sanddorn, der jetzt im Herbst leuchtend zwischen Hasel- und anderen Sträuchern und Bäumen steht, zieht die Vögel ma-gisch an. „Meisen, Drosseln Amseln, ab und an mal ein Gartenrotschwanz und so-gar schon mal ein Eisvogel haben unseren Garten be-sucht“, erzählt der Hausherr. Die Trockenmauer und vie-le Steingewächse bieten diversem Kleingetier eben-falls Unterschlupf.

Natürlich gibt es auch langweilige Arbeiten im Garten – Laubfegen im Herbst beispielsweise. An der dritten Seite des Hauses steht neben einem Graben eine Art Wallhecke, da kommt jetzt so einiges runter. Die Belohnung: In den Eichen können die Otte-Wittes dann auch einen Kleinspecht, Kleiber und Baumläufer beobachten. Zwei- bis dreimal im Jahr schaut auch ein Grünspecht vorbei. Im Paradies für Mensch und Tier.

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