Umzug des SC Reckenfeld
Baustart am Wittlerdamm 2018

Reckenfeld -

Der Durchbruch ist geschafft, die Pläne stehen. 2018 wird mit dem Bau der neuen Sportanlagen für den SCR am Wittlerdamm begonnen. Kosten: n 2,5 Millionen Euro.

Samstag, 21.10.2017, 07:10 Uhr

 
  Foto: Wilfried Gerharz

Der Termin steht: 2018 starten die Bauarbeiten am Wittlerdamm, dort entsteht ein Kunstrasenplatz und ein multifunktionales Gebäude. Wie letzteres genau ausgestattet wird, ist noch offen, es soll aber auf jeden Fall die Funktion eines Vereinsheimes und einer Gymnastikhalle vereinen.

Das wurde am Donnerstagsabend im Ausschuss für Schule, Kultur und Sport bekannt gegeben – nachdem der Erste Beigeordnete der Stadt, Cosimo Palomba , zunächst gute Nachrichten für die DJK Greven verkündet hatte. 2018 sollen 500 000 Euro für einen neuen Kunstrasenplatz in der Emsaue in den Haushalt eingestellt werden.

In Reckenfeld wird dieser mit 600 000 Euro etwas teuer, weil er ganz neu angelegt werden muss, in Greven muss die bestehende Spielfläche „nur“ neu aufgebaut werden. „Wir reden am Wittlerdamm von einem Volumen von 2,5 Millionen Euro“, sagt Palomba. Diese Summe werde als „Re-Invest“ aus dem Verlaufserlös der Flächen in der Ortsmitte in den Süden des Ortsteils fließen – und dies sei nur der erste Schritt. Man erfülle damit das Versprechen, dass Bürgermeister Peter Vennemeyer gegeben habe.

Man werde weiter einen „offenen Dialog“ mit dem SCR führen, um die Details auszugestalten. „Ich bin ja noch nicht lange da. Aber ich spüre durchaus, dass es Begehrlichkeiten gibt. Aber jeder sollte sich klar darüber sein, dass wir nicht unbegrenzte Mittel haben – auch nicht personell.“

Mit allen Sportvereinen wolle und müsse man auch über Bewirtschaftungsverträge – sprich: über Geld – sprechen. Das Motto: Die Stadt baut, die Vereine unterhalten. Ausschussvorsitzender Dr. Michael Kösters-Kraft (Grüne) nutzte das, um festzustellen: „Der SCR muss etwas beitragen.“ Allen müsse klar sei, dass mit dem angesprochenen „offenen Dialog“ auch das Verhandeln über die Aufteilung der finanziellen Lasten solcher Investitionen in die Infrastruktur gemeint sei.

Klar ist für Reckenfeld: „Die Kalthalle ist vom Tisch.“ Das sagte Frank Hänel , der im Rathaus für Schul- und Sportfragen zuständig ist. Jedoch werde es zwischen dem bestehenden Rasen- und dem neuen Kunstrasenplatz eine einfache Stehtribüne geben, zudem einseitig eine Tartanbahn, die in eine Sprunggrube münde – alles Teil des Paketes für 2018. Danach könne man über weitere Ausstattung sprechen: Beach-Felder und eine Kugelstoß-Arena sind in einem Entwurf schon mal eingeplant. Auch eine Finnenbahn ist denkbar. „Das kann man alles diskutieren“, sagt Hänel. Das gilt auch für einen weiteren, allerdings kleineren Kunstrasenplatz im vorderen Bereich des Areals. Dieser soll öffentlich zugänglich sein. „Für alles, was in diesem Entwurf enthalten ist, gibt es eine vernünftige Begründung.“

Vorgesehen sei, die Flächen, die dem Vereinssport vorbehalten seien, auch baulich (also mit einem Zaun) von öffentlichen Flächen zu trennen.

Die Politiker nahmen die Ankündigung im Ausschuss erfreut zur Kenntnis. „Da kann man sich nur freuen. Das tuen wir auch“, sagte Ernst Reiling für die Fraktion Reckenfeld direkt. Klaus Schwenken (CDU) sagte: „Das wird für alle Beteiligten eine große Sache. Der SCR ist sicher bereit, auch einzusteigen.“ Er ist begeistert, dass es endlich umgesetzt wird. „Ich freu‘ mich drauf.“ Das Projekt sei wichtig nicht nur für den Vereins- und Schulsport, sondern auch für die weitere Entwicklung der Ortsmitte.

Die dort liegenden Sportflächen sollen bekanntermaßen aufgeben und dann für eine Wohnbebauung genutzt werden.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5235230?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F168%2F
Traktoren-Korso bremst am Dienstag den Verkehr aus
Bereits im April 2019 demonstrierten Landwirte aus dem Münsterland mit ihren Traktoren in Münster. 
Nachrichten-Ticker