Irodion-Einbrecher verurteilt
100 Sozialstunden für Reckenfelder

Reckenfeld -

Der mutmaßliche Einbrecher, der im Januar auf der Kegelbahn im Irodion auf frischer Tat ertappt worden ist, ist verurteilt worden:

Mittwoch, 22.11.2017, 08:11 Uhr

Irodion-Einbrecher verurteilt: 100 Sozialstunden für Reckenfelder
Symbolbild Foto: dpa

Wegen dieser und anderer Straftaten verurteilte das Jugendschöffengericht in Rheine am Montag den 18-jährigen Angeklagten aus Reckenfeld zu acht Monaten auf Bewährung. Er muss 100 Sozialstunden und ein Anti-Gewalttraining absolvieren, drogenfrei leben und das dem Gericht auch durch regelmäßige Tests nachweisen.

Der Reckenfelder stand außerdem wegen „gemeinschaftlicher räuberischer Erpressung“ in Gronau am 28. April 2016 gemeinsam mit seinem älteren Bruder und einem 15 Jahre alten Mitangeklagten aus Altenberge vor Gericht. Ein 21-jähriger Student und Geschädigter sagte aus, dass alle drei Angeklagten ihn vor einer Tankstelle angesprochen hätten. „Aber das wirkte nicht bedrohlich. Sie wollten sich mein Handy leihen, um zu telefonieren", sagte er. Er habe abgelehnt, sei des Weges gegangen und habe dabei sein defektes Fahrrad geschoben. Plötzlich hätten ihm der 18-Jährige aus Reckenfeld und der Jugendliche den Weg versperrt und sein Handy gefordert.

„Ich bin geistesgegenwärtig auf Konfrontationskurs gegangen, das war den beiden Angreifern unangenehm", berichtete er vor Gericht. Sie hätten miteinander diskutiert, bis einer ihm mit Repressalien des Älteren aus Reckenfeld gedroht habe, „der sich uns aus der Ferne näherte". Aus Angst habe er ihnen sein Portemonnaie gegeben. Sie hätten 15 Euro entnommen und seien geflüchtet. Der Geschädigte hatte das Gefühl, dass der Jüngere von dem Älteren angeleitet worden sei. „Sie hatten immer Blickkontakt."

Diese Beteiligung allerdings bestritt der ältere Reckenfelder. Die Staatsanwaltschaft warf ihm zwar vor, Schmiere gestanden zu haben. Allerdings konnte im die Tat nicht urteilssicher nachgewiesen werden.

Während der Verhandlung entschuldigten sich die beiden Täter bei dem geschädigten Studenten. Der nahm die Entschuldigung an. Leider hatten die Verurteilten keine 15 Euro dabei, um ihn zu entschädigen, bedauerte der Anwalt des 18-Jährigen in seinem Plädoyer

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