Ortsmitte Reckenfeld
Interne Lösung oder Architekten?

Reckenfeld -

Aus 10 000 Euro wurden im Handumdrehen 100 000. So viel Geld stellt die Stadt voraussichtlich im kommenden Haushalt zur Verfügung, um die Pläne für die Gestaltung der Reckenfelder Ortsmitte zu überarbeiten.

Freitag, 15.12.2017, 12:12 Uhr

Die Stadt möchte gerne selbst ein Konzept zur Gestaltung der Ortsmitte erstellen, eventuell gibt es aber auch einen städtebaulichen Wettbewerb. Die Mittel dafür stehen bereit.  
Die Stadt möchte gerne selbst ein Konzept zur Gestaltung der Ortsmitte erstellen, eventuell gibt es aber auch einen städtebaulichen Wettbewerb. Die Mittel dafür stehen bereit.   Foto: rbö

Das möchte die Verwaltung eigentlich gerne selbst in die Hand nehmen (mit externer Hilfe), würde gegebenenfalls aber auch einen Architektenwettbewerb durchführen. Falls dieser (etwas teurere) Fall eintreten sollte, soll es am Geld nicht scheitern. Das hat die Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Mittwoch ergeben, wo Bürgermeister Peter Vennemeyer einen entsprechenden Vorschlag unterbreitete.

Hintergrund ist, dass Stadt und ein Teil der Politik mit den vorliegenden Entwürfen von NRW.URBAN nicht zufrieden sind. „Das können wir nachvollziehen. Ein bisschen enttäuscht sind wir auch. Wir hatten uns da deutlich mehr erhofft“, räumte Bürgermeister Peter Vennemeyer ein.

Die Grünen bemängelten unter anderem das Fehlen eines sozio-kulturellen Zentrums, in dem Begegnung, Kultur, Austausch und Bildung möglich sein sollten. Sie hatten daher eben jene 100 000 Euro für einen städtebaulichen Wettbewerb beantragt. Die Fraktion „Reckenfeld direkt“ beklagte, dass die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung im Rahmen von „Reckenfeld 2020“ nicht eingeflossen seien. Für den gesamten Abriss der Schulgebäude sei keine Alternative vorgesehen. Kritisiert wurde auch, dass Anregungen von Osnabrücker Studenten nicht aufgegriffen wurden. Auch SPD und FDP warben dafür, nun „zu Potte“ zu kommen.

Im Ausschuss wurde jedoch auch deutlich: Der Zeitplan für den Umzug der Sportplätze an den Wittler Damm ist nicht zu halten. Im Haushaltsplanentwurf ist noch das Ziel formuliert, dass die neuen Sportplätze Ende 2018 fertig sein sollen. Neues Ziel: Bis zum Ende des Jahres will man mit der Verlagerung begonnen haben. „Welchen Jahres?“, fragte Andreas Hajek etwas spitzbübisch nach und bekam zur Antwort, dass es schon um 2018 gehe.

Weil es zur Gestaltung der Ortsmitte schon viele Pläne gibt, muss man nicht bei null anfangen, sondern eher bündeln und konkretisieren – eine Aufgabe, die die Stadtverwaltung gern selbst übernehmen und der Politik dann einen gestalterischen Vorschlag unterbreiten möchte. Dieser soll laut Vennemeyer neben der Wohnbebauung auch Nahversorgung, Dienstleistung sowie Plätze mit Aufenthaltsqualität und „gegebenenfalls soziale Infrastruktur“ enthalten. Planung der Ortsmitte und Verlagerung des Sports an den Wittler Damm sollen parallel verlaufen. Über das weitere Verfahren muss der Ausschuss für Stadtentwicklung entscheiden.

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