Ortsverein setzt auf Ickerott
SPD vollzieht den Generationswechsel

Greven -

Allen bitteren Wahlniederlagen und Rückschlägen zum Trotz: Das Selbstbewusstsein ist dem SPD-Ortsverein Greven nicht abhanden gekommen. Und auch nicht der Wille, mitzugestalten. Am Sonntag hat ein in großen Teilen neu formiertes Vorstandsteam um den Vorsitzenden Marc Ickerott die Aufgabe übernommen, die SPD in Greven in die Zukunft zu führen.

Montag, 18.12.2017, 09:12 Uhr

Auf die Hilfe vieler Mitstreiter setzen Marc Ickerott (fünfter von rechts) sowie seine Stellvertreter (jeweils links und rechts neben ihm) Manuela Teupe und Christian Haefs.  
Auf die Hilfe vieler Mitstreiter setzen Marc Ickerott (fünfter von rechts) sowie seine Stellvertreter (jeweils links und rechts neben ihm) Manuela Teupe und Christian Haefs.   Foto: oh

Ein echter Generationswechsel: Viele Mitstreiter des bisherigen kommissarischen und seit Sonntag auch regulären OV-Chefs Ickerott gehören der Generation 30+ an.

Bürgermeister Peter Vennemeyer ( SPD ) verglich das Team mit einem Sportwagen. „Ich habe keinen Zweifel daran, dass wir die PS auf die Straße kriegen.“

Ickerott (24 von 27 möglichen Ja-Stimmen) stehen Manuela Teupe und Christian Haefs als Stellvertreter zur Seite. „Ein Dreier-Gespann, das supergut funktioniert hat“, sagte Manuela Teupe zum Sprung ins kalte Wasser, der nötig wurde, nachdem der frühere Vorsitzende Dirk Nolte das Amt aus persönlichen Gründen niedergelegt hatte. Eine von Ickerotts ersten Ideen: Die Beisitzer haben künftig feste, thematische Zuständigkeiten. Bildungsbeauftragter ist somit künftig Neithard von Böhlen, um Öffentlichkeitsarbeit kümmern sich Tanja Boldt und Jo Schreiber, um Mitgliederbelange Stevens Gomes. Zum Internetbeauftragten wählten die Soziakdemokraten Andre Westermann. Schriftführer sind Volker Jünemann und Detlef Büscher. Neue Schatzmeisterin ist Dagmar Höppener.

Der frisch gewählte Ickerott („Ich bin glücklich“) versprach: „Wir werden unser bestmögliches tun, um dieses Vertrauen nicht zu enttäuschen.“ Er selbst rechnet sich keinem Flügel der SPD zu, hält von derlei Schubladen auch nichts, will lieber mit sach- und problemorientierter Politik versuchen, einen Schritt auf jene Menschen zuzumachen, die verdrossen sind, wie er im Interview bekannte.

Die ausscheidenden Vorstandsmitglieder bekamen nicht nur Blumen, sondern auch reichlich warme Worte mit auf den Weg – allen voran Helmut Röwemeier, der 18 Jahre lang Schatzmeister war. „Eine der fleißigsten Arbeitsbienen, die die SPD hat“, sagte Jürgen Coße, Gastredner und Wahlleiter, über Röwemeier.  

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