36 Könige wandern durch die Gemeinde
Kekse für die Sternsinger

Reckenfeld -

Meist stoßen sie auf freundliche Gesichter. Mancher wartet schon auf die Sternsinger. 36 von ihnen zogen am Wochenende durch Reckenfeld.

Montag, 08.01.2018, 06:01 Uhr

Das sind alle Reckenfelder Sternsinger mit den Begleit-Teams.
Das sind alle Reckenfelder Sternsinger mit den Begleit-Teams. Foto: Rosemarie Bechtel

„Habt ihr Lust auf Schule?“, fragt Kaplan Ralf Meyer . Ein lautes „Nein“ ist die Antwort.  Doch auf die Frage, ob sie denn Lust haben, als Sternsinger aus der St. Franziskuskirche  loszuziehen,  ertönt  aus 36 Kehlen ein lautes und begeistertes „Ja“ . 

36 Mädchen und Jungen und Jungen sind hoch motiviert. Sie wissen, warum sie  mit der verplombten  Spendenbüchse losziehen.  „Wir wollen Geld sammeln für Kinder, denen es nicht so gut geht.“

Sternsinger in Reckenfeld

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  • Die Reckenfelder Sternsinger wandern durch die Gemeinde.

    Foto: Rosemarie Bechtel
  • Die Reckenfelder Sternsinger wandern durch die Gemeinde.

    Foto: Rosemarie Bechtel
  • Die Reckenfelder Sternsinger wandern durch die Gemeinde.

    Foto: Rosemarie Bechtel
  • Die Reckenfelder Sternsinger wandern durch die Gemeinde.

    Foto: Rosemarie Bechtel
  • Die Reckenfelder Sternsinger wandern durch die Gemeinde.

    Foto: Rosemarie Bechtel
  • Die Reckenfelder Sternsinger wandern durch die Gemeinde.

    Foto: Rosemarie Bechtel
  • Die Reckenfelder Sternsinger wandern durch die Gemeinde.

    Foto: Rosemarie Bechtel
  • Die Reckenfelder Sternsinger wandern durch die Gemeinde.

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  • Die Reckenfelder Sternsinger wandern durch die Gemeinde.

    Foto: Rosemarie Bechtel
  • Die Reckenfelder Sternsinger wandern durch die Gemeinde.

    Foto: Rosemarie Bechtel
  • Die Reckenfelder Sternsinger wandern durch die Gemeinde.

    Foto: Rosemarie Bechtel
  • Die Reckenfelder Sternsinger wandern durch die Gemeinde.

    Foto: Rosemarie Bechtel

Natürlich ziehen sie nicht alleine los. Elf „Kamele“ begleiten die zwölf Gruppen. Kamele? „Das sind die älteren Begleiter, die all die Sachen schleppen, die unterwegs gebraucht werden, oder die Süßigkeiten , die sie geschenkt bekommen“, lacht   Anna Sabrowski (15).  

Sie war vorher selbst drei Jahre als Sternsinger unterwegs und ist jetzt zum dritten Mal genau wie  Emilie Holting (14) als Begleitung dabei. „Es macht viel Spaß, mit den Kindern unterwegs zu sein“, sagt Anna. Emilie pflichtet ihr bei. „Außerdem ist das, was wir hier machen,  eine gute Tat. Wenn viele etwas machen, kann Großes bewegt werden“, sagt Emilie.

Recht hat sie,  und am Sonntagmorgen wird das stolze Ergebnis von  5680,52 Euro für die Aktion in der Franziskuskirche bekannt gegeben.

Am Freitag  sucht Annas und Emilies  Gruppe  als erstes den St. Franziskuskindergarten  auf. Die Kindergartenkinder sind die ersten, die Münzen in die Spendenbüchse werfen. Danach geht diese Gruppe in ihr Gebiet. Andere werden mit diversen Fahrzeugen an ihren Startpunkt gebracht, denn laufen müssen sie im Laufe des Tages noch lange.

Alle sind froh, dass sie sich zur Mittagszeit an verschiedenen Verpflegungspunkten ausruhen können. Und auch zwischendurch kommt immer mal wieder der „Verpflegungsdienst“ mit Getränken vorbei und sammelt die vielen Süßigkeiten ein, die die  Sternsinger bekommen haben.

Am Freitagnachmittag sind gegen 16 Uhr  die meisten Kinder“ platt“.  

Doch schon am nächsten Tag geht es wieder los. Eine Gruppe fährt  am Nachmittag in die umliegenden Bauerschaften. Nachdem beim ersten Haus   niemand öffnete, haben sie  bei Hildegard Dübjohann  Glück. Die Dame öffnet freudig die Tür. „Ich habe schon auf euch gewartet“, sagt sie und bittet die Kinder zu Keksen herein.  Natürlich  gibt es auch eine Spende.

Sie zeigt den Kindern eine kleine Holzkrippe die sie bei einer Reise in Bethlehem gekauft hat Ihr Motto: „Was man macht, macht man von Herzen“, sagt sie und lobt die Kinder für ihren Einsatz.

 Jiska die älteste Sternsingerin, die viele Jahre dabei ist, Nils, Jonas und Timo  wollen auch im nächsten Jahr dabei sein. Gute Vorbilder haben sie in Jule Rottmann, die vor elf Jahren anfing und jetzt gemeinsam mit Inga Wienstroer, seit zehn Jahren dabei, die jungen Segenbringer durch die Bauernschaft fährt.

„Eine Gruppe wurde doch tatsächlich gefragt, warum wir keinen Mohr dabei haben und ob das  damit zu tun hat, dass man heute ja nicht einmal mehr Mohrenkopf sagen darf“, erzählt Mitorganisatorin Nicole Rottmann.  „Die Kinder wollen sich nicht schminken lassen, weil das über die vielen Stunden nicht angenehm ist. Sie sollen mit Spaß an die Sache gehen und zu nichts gezwungen werden“.

Von den  vielen Süßigkeiten dürfen sich alle Kinder etwas aussuchen, das sie gerne mögen. „Da war bisher  niemand unbescheiden und packte sich die Taschen voll“, lobt  Nicole Rottmann.  Was übrig blieb, geht an die Reckenfelder Tafel und an Annemarie Rüschenschmidt, die das Kinderheim „Stern der Hoffnung“ in Alba Iulia/Rumänien unterstützt.

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