Vielfältiges Programm beim Aula-Konzert
Beschwingtes Neujahrskonzert

Greven -

Eines der „üblichen“ Neujahrskonzerte war es sicherlich nicht, das die Philharmonie Lemberg am Sonntag im bestens besuchten Aulakonzert präsentierte.

Montag, 08.01.2018, 21:01 Uhr

Bariton Patrick Rohbeck moderierte auch das Konzert.
Bariton Patrick Rohbeck moderierte auch das Konzert. Foto: Axel Engels

Da erwartet man wohl Walzer und Polkas aus der Zeit der K.u.K.-Monarchie, schwelgt in Strauss-Melodien. Unter dem Titel „Pariser Leben“ hatte der Dirigent Taras Krysa ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt, das den Liebhabern leichter Orchestermusik bestens gefallen hat.

Neujahrskonzert in der Aula

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  • Eindrücke vom Konzert des Lemberger Sinfonieorchesters.

    Foto: Axel Engels
  • Eindrücke vom Konzert des Lemberger Sinfonieorchesters.

    Foto: Axel Engels
  • Eindrücke vom Konzert des Lemberger Sinfonieorchesters.

    Foto: Axel Engels
  • Eindrücke vom Konzert des Lemberger Sinfonieorchesters.

    Foto: Axel Engels
  • Eindrücke vom Konzert des Lemberger Sinfonieorchesters.

    Foto: Axel Engels

Mit der Philharmonie Lemberg erlebte man das älteste Berufsorchester der Ukraine, das auf eine über 100-jährige Tradition zurückblicken kann. Viele bedeutende Komponisten wie Mahler, Ravel und Prokofiew wussten schon die Qualität dieses Orchesters zu schätzen und auch Virtuosen wie Busoni, Arthur Rubinstein, Pablo Casals und Dawid Oistrach konzertierten wiederholt mit diesem renommierten Ensemble. Unter dem sympathischen und versierten Dirigenten Tara Krysa konnte die Lemberger Philharmonie ihre Kunstfertigkeit und ihr kultiviertes Musizieren zeigen, bot dem begeisterten Publikum einen überaus unterhaltsamen Abend.

Da es keines der üblichen Programmhefte gab, war für die Moderation Patrick Rohbeck gewonnen worden, dessen humoristisch eingefärbten Einführungen in die Werke einen guten Einstieg in das Pariser Leben boten. Aber auch als Sänger konnte man diesen in Weimar ausgebildeten Künstler erleben. Seine Interpretation einer Arie aus Wolfgang Amadeus Mozarts Oper „Don Giovanni“ begeisterte durch seine leidenschaftliche und schauspielerisch bestens unterstützte Ausführung. Er wusste das Publikum mit wohl timbrierter Stimme mitzureißen.

Auch im Duett mit der Sopranistin Sonja Maria Westermann zeigte er bei Leo Falls „Joseph, ach Joseph“ aus der Operette „Madam Pompadour“ seine ganze künstlerische Persönlichkeit. Sonja Maria Westermann glänzte mit ihrer starken und reinen Sopranstimme bei Leo Falls „Heut könnte einer“, war auch bei der „Juwelenarie“ von Charles Gounod mit starker Präsenz eine Bereicherung des Konzertes.

Mit einem farbenreichen Orchesterklang wusste die Lemberger Philharmonie die eingängigen Werke auf hohem künstlerischen Niveau zu präsentieren. Wenn die Polka „Unter Donner und Blitz“ von Johann Strauss erklang, genoss man die dynamische Kraft. Leidenschaft und Temperament durchzog den Walzer „Espana“ von Emile Waldteufel und spanisches Flair verbreitete sich im Ballenlager beim Vorspiel zur beliebten Oper „Carmen“ von Georges Bizet. Wenn dann das Orchester zu einem Ausflug zum „Opernball“ von Richard Heuberger nach Wien einlud und der „Schlittschuhwalzer“ von Emile Waldteufel charmant das Publikum umschmeichelte, waren die Erwartungen an solch ein Neujahrskonzert bestens erfüllt. So einen musikalischen Einstieg in das neue Jahr bereichert die Aulakonzerte um eine unterhaltsame Facette.

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