Neuansiedlungen am Airportpark
Kräne statt Karnickel neben dem FMO

Greven -

Dieses Jahr werden sich am Flughafen Münster/Osnabrück die Kräne drehen. Im Airportpark stehen etliche Großbaustellen an.

Mittwoch, 10.01.2018, 08:22 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 10.01.2018, 07:30 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 10.01.2018, 08:22 Uhr
Aus der Vermarktungsübersicht wird klar: Viel Platz ist nicht mehr im ersten Bauabschnitt des Airportparks.
Aus der Vermarktungsübersicht wird klar: Viel Platz ist nicht mehr im ersten Bauabschnitt des Airportparks. Foto: Airportpark

Wenn man da am Eingang des Airportparks steht, wartet man förmlich darauf, dass in jedem Moment einer dieser trockenen Büsche, die in jedem zweitklassigen Western vorkommen, durch die Gegend rollt. Und am Kreisverkehr erwartet man Holzkreuze im Gedenken an diejenigen, die sich angesichts der Hinweisschilder auf den Airportpark West und den Airportpark Ost tot gelacht haben. Hier wechseln sich Rübenacker mit Karnickelwiese ab, aber Udo Schröer , Geschäftsführer der Airportpark GmbH, beklagte kürzlich, er habe keine Grundstücke mehr, die er vermarkten könne. Hat der Mann `was Falsches geraucht? Ganz im Ernst: Nein. Denn: Im Airportpark passen momentan Schein und Sein nicht wirklich zusammen.

„In diesem Jahr drehen sich hier ganz viele Kräne“

Im Gegenteil: Von den 500 000 Quadratmetern des ersten Bauabschnittes ist wirklich nicht mehr viel zu verkaufen – auch wenn es anders aussieht. „Ich habe nur noch drei kleinere und ein 25 000 Quadratmeter großes Grundstück zur Verfügung“, verdeutlicht Schröer, der sich seit fast 30 Jahren mit der Vermarktung von Gewerbegebieten beschäftigt und der seit 2010 die Geschicke des Airportparks leitet.

Wie gesagt: Viel zu sehen gibt es noch nicht – natürlich abgesehen von dem riesigen Schumacher-Packaging-Komplex und zwei weiteren, kleinen Projekten. Aber das wird sich in diesem Jahr ändern. „In diesem Jahr drehen sich hier ganz viele Kräne“, kündigt Schröer an.

Fiege kauft weitere 28 000 Quadratmeter

Beresa mit der Autoaufbereitung, der Logistiker Hermes, die HB Halle GmbH aus Ostbevern, eine Gewerbegebiet-Tankstelle, ein Architektur- und Ingenieurbüro und nicht zuletzt ein Hotel – die meisten von diesen Projekten gehen noch in diesem Jahr in die Bauphase. Und: Es entstehen in der ersten Phase über 600 Arbeitsplätze und im Endausbau des ersten Bauabschnittes rund 1500 Arbeitsplätze.

Und auch die Firma Fiege wird im Anschluss an das große Grundstück ihrer Systemzentrale ein rund 28 000 Quadratmeter großes Areal kaufen. Was dort geplant ist, ist wohl noch geheim.

Angeboten wie sauer Bier

Udo Schröers Arbeit hat sich jedenfalls seit 2010 grundlegend geändert. Zu Beginn bot er die Grundstücke im Airportpark an wie sauer Bier. „Jetzt muss ich leider immer wieder Anfragen ablehnen, weil ich keine entsprechenden Grundstücke mehr zur Verfügung habe.“ Aber das soll sich schnell ändern. „Da sollten wir nicht lange warten, denn die Wirtschaft brummt im Moment, und viele Unternehmen suchen größere Grundstücke. Wir haben jetzt eine enorme Nachfrage“, verdeutlicht der Fachmann.

Weiter gehen soll es im Schatten der beiden Parkhäuser. Auch hier möchte Schröer einen Bebauungsplan, der Gewerbe und Logistik ermöglicht. Anfragen für große – „ich rede da von Grundstücken über 100 000 Quadratmeter“ – Projekte habe er bekommen. „So große Grundstücke gibt es fast nirgendwo.“ Schröer betont aber: „Alles wird unter dem Begriff ,flughafenaffin‘ vermarktet.“

Alle Ziele ab FMO

1/13
  • Mit dem Flugzeugs Münsters ungemütlichem Wetter entkommen: Im Winter 2017 / 2018 bietet der FMO 12 Ziele an.

    Foto: FMO
  • Antalya: Mindestens einmal täglich geht es mit Sun Express in die Sonne der türkischen Stadt.

    Foto: Marius Becker/dpa
  • Faro: Germania steuert die portugiesische Stadt donnerstags an.

    Foto: dpa
  • Frankfurt: Die Lufthansa fliegt viermal täglich (dreimal täglich samstags) zum Umsteigeklassiker Frankfurt.

    Foto: Boris Roessler/dpa
  • Fuerteventura: Zweimal die Woche - montags und samstags - fliegt Germania nach Fuerteventura.

    Foto: dpa
  • Gran Canaria: Nach Gran Canaria geht es mittwochs und sonntags, auch mit Germania.

    Foto: dpa
  • Hurghada: Germania und Fly-Egypt fliegen jeweils einmal wöchentlich den ägyptischen Badeort Hurghada an.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Lanzarote: Ab dem 7.11. fliegt Germania jeden Dienstag nach Lanzarote.

    Foto: dpa
  • Malaga: Die spanische Stadt wird regelmäßig von Germania angeflogen.

    Foto: dpa
  • München: Rund 30 Mal pro Woche steuert Lufthansa München an - mit mehreren Flügen täglich.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Mallorca: Gleich drei Fluganbieter sind auf der Strecke in den beliebten Urlaubsort Mallora unterwegs: Germania, Niki und Eurowings. Bis auf dienstags gibt es mindestens einen Flug täglich.

    Foto: dpa
  • Stuttgart: AIS Airlines verbindet den FMO mit Stuttgart. Montag, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag gibt es zwei Flüge, freitags einen.

    Foto: Christoph Schmidt/dpa
  • Teneriffa: Jeden Freitag fliegt Germania auf die Kanaren-Insel.

    Foto: Ina Brzoska/dpa

Staunen statt lachen

Sein Blick in die Zukunft ist optimistisch. „Der erste der vier Bauabschnitte des Airportparks sollte in 15 bis 18 Jahren voll laufen, das ist jetzt in acht bis zehn Jahren passiert. Ich gehe davon aus, dass wir in weiteren fünf bis sechs Jahren einen zweiten Bauabschnitt mit rund 500 000 Quadratmetern vermarkten können.“

Spätestens dann wird nicht mehr über den Airportpark gelacht, sondern gestaunt . . .

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