Nur Istanbul-Verbinung brach ein
Das Wachstum heißt FMO

Greven -

Der FMO ist im Aufwand. Das zeigt die Jahresbilanz 2017. Selbst für die eingeknickte Istanbul-Verbindung ist Bessserung in Sicht.

Dienstag, 09.01.2018, 19:01 Uhr

Der Flughafen Münster/Osnabrück hat das Jahr 2017 erfolgreich beendet und konnte insgesamt 969 762 Fluggäste zählen. In einer Pressemitteilung listet der FMO detailliert die Jahreszahlen auf. Gegenüber dem Vorjahr gab es eine Verkehrssteigerung von 23,2 Prozent.

Damit sei der FMO im abgelaufenen Jahr der wachstumsstärkste Airport in Deutschland, heißt es in der Pressemitteilung.

Die Zahl der Starts und Landungen stieg in 2017 um 5,4 Prozent auf 36 324. Auch bei der Luftfracht sind mit 16 163 Tonnen 6,1 Prozent mehr Waren umgeschlagen worden als im Vorjahr.

„Mit diesem Wachstum deutlich über dem Bundesdurchschnitt, aber auch deutlich über den Zuwachsraten aller anderen Flughäfen in NRW konnten wir in 2017 in erfreulichem Maße Marktanteile hinzugewinnen“, sagte Flughafengeschäftsführer Prof. Dr. Rainer Schwarz laut Pressemitteilung.

Besonders erfreulich entwickelte sich im vergangenen Jahr das touristische Geschäft. Mit 544 000 Fluggästen konnte dieses Segment um 47 Prozent zulegen.

Hauptursache des Touristikwachstums sei die Stationierung eines zweiten Flugzeugs der Fluggesellschaft Germania am FMO gewesen.

Die aufkommensstärksten Ferienziele waren Mallorca mit 212 000 Gästen (plus 30 Prozent), Antalya mit 131 000 (plus 30 Prozent), Fuerteventura mit 30 000 (plus 128 Prozent), Gran Canaria mit 27 000 (plus 50 Prozent) und Kreta mit 20 500 (plus 229 Prozent).

Der Linienflugbereich blieb in 2017 am FMO mit 403 000 Passagieren konstant auf dem Vorjahreswert.

Erfreulich hätten sich dabei die wichtigen Verbindungen zu den großen Lufthansa-Drehkreuzen Frankfurt und München entwickelt, teilt der FMO mit. München war mit 236 000 Fluggästen (plus 4,6 Prozent) die aufkommensstärkste Verbindung am FMO. Auch Frankfurt konnte zulegen und zählte 133 000 Passagiere (plus 7,8 Prozent). Rückläufig waren die Zahlen hingegen nach Istanbul mit 22 500 Gästen (minus 50 Prozent).

Nach dem überproportional starken Wachstum in 2017 gilt es im kommenden Jahr das Flugangebot zu stabilisieren, gibt Flughafenchef Schwarz die Devise aus. Mit Thessaloniki und Bodrum werden in diesem Jahr zwei neue Reiseziele ab FMO angeboten.

Germania wird zudem die Istanbul-Verbindung von Turkish Airlines übernehmen und ab Mai dreimal wöchentlich in die Metropole am Bosporus fliegen.

Durch den Marktaustritt der Air Berlin und aktuell auch der Niki gibt es für 2018 erst einmal weniger touristische Flugkapazitäten im deutschen Markt. Da diese beiden Airlines Marktführer insbesondere für das wichtige Touristikziel Mallorca waren, sind aktuell für den kommenden Sommer weniger Mallorca-Kapazitäten verfügbar. Inwieweit diese seitens der großen Reiseveranstalter noch aufgefangen werden, wird sich in den kommenden Wochen zeigen, heißt es am FMO.

Bislang sind am FMO durch Germania, Eurowings, Small Planet und Sundair aber bereits 20 wöchentliche Mallorca-Verbindungen für den Sommer dieses Jahres buchbar.

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