Neues Fitnessangebot
Sixpack aus der Steckdose

Greven -

Elektrische Muskelstimulation - das ist das für Greven neue Angebot in dem ebenso neuen „Fitnessstudio“ an der Münsterstraße 42. Dort quält sich der Sportler nicht an den Geräten und stemmt Gewichte. Dort werden die Muskeln mit Hilfe von Reizstrom stimuliert und trainiert.

Freitag, 02.02.2018, 11:02 Uhr

Der ganze Körper wird mit Hilfe der Westen und Bandagen verkabelt, die Muskeln bekommen per Reizstrom Impuls und kontrahieren. Maurice Seikowski (rechts) leitet das Studio..
Der ganze Körper wird mit Hilfe der Westen und Bandagen verkabelt, die Muskeln bekommen per Reizstrom Impuls und kontrahieren. Maurice Seikowski (rechts) leitet das Studio.. Foto: Proactive

Es klingt ein wenig nach einem Märchen. Einem Märchen, von dem schon ganz viele Menschen geträumt haben. Sie träumen vor allem dann davon, wenn sie im Fitnessclub schweißgebadet an den Geräten sitzen, sich quälen, sich schinden und dann doch nur wenig Erfolg erzielen. Das Märchen handelt von einem Gerät, das, ohne viel Eigenes zutun, dafür sorgt, dass die Muskeln wachsen und Bauch und die Fettpölsterchen verschwinden. Tja, ganz so einfach ist es natürlich nicht. Aber das neue „Fitnessstudio“ an der Münsterstraße 42 mit dem EMS-Intensivtraining, kommt diesem Traum schon ein bisschen näher.

„Proactive EMS-Sports“ heißt das Studio, das seit Montag in den so lange leer stehenden Räumen neben dem Hotel Hoeker Hof eröffnet hat. Geleitet wird das Studio von Maurice Seikowski , einem erfahrenen Personal-Trainer und ausgebildeten Sport-Ökonom. Und der erklärt auch gleich, dass der Name EMS nichts mit dem gleichnamigen Fluss, der quer durch Greven fließt, zu tun hat. „EMS steht für Elektrische Muskelstimulation“, verdeutlicht der 22-Jährige, der seit vier Jahren mit dieser Art der Fitness-Übungen zu tun hat.

Manch einer spricht dabei von Fitness aus der Steckdose. Und das trifft es schon ganz gut. Denn in dem Studio sucht man die tollen „Foltergeräte“, die man aus anderen Fitnessstudios kennt, vergeblich. In dem Proactive-Studio stehen nur zwei Pulte, die mit allerlei Knöpfe und einem Monitor versehen sind. Daran werden die Kunden angeschlossen, die vorher mit einer angefeuchteten Jacke und Gurten an Armen, Beinen und Po ausgestattet wurden. „Unsere Geräte verwandeln den Strom in Reizstrom, der dafür sorgt, dass die Muskeln kontrahieren. Das ist immer ein Ganzkörpertraining, aber wir können mit dem Gerät auch bestimmte Bereiche besonders trainieren“, erzählt Seikowski.

20 Minuten lang wird der Reizstrom durch den Körper geleitet. „Das kribbelt, das kitzelt und das geht hin bis zum vibrieren.“ Während dieser Zeit werden kleinere Übungen ausgeführt. „Der Strom ersetzt dann quasi die Gewichte.“

Das ist aber sehr intensiv, die „Sportler“ kommen dabei mächtig ins Schwitzen. Und so sollte man auch nur ein Mal in der Woche dieses Training absolvieren. „Beim Training ist immer ein Trainer anwesend“, erklärt Seikowski. Das hat auch seinen Grund.

Denn: Wenn diese Reizstrom-Training übertrieben wird, kann das gesundheitliche Schäden zur Folge haben. Ein zu intensives Muskeltraining führt zu einer erhöhten Ausschüttung der sogenannten Creatin-Kinase (CK). Dieser Stoff wird über die Nieren ausgeschieden und kann diese bei einem erhöhten Ausscheiden schädigen. „Und genau deshalb sind immer Trainer anwesend, um ein zu intensives Training zu verhindern.“

Die sehr intensive Trainingsmethode kommt aus der Physiotherapie und dem Leistungssport. Bewiesen ist, dass das EMS-Training zum Teil funktioniert: Muskelaufbau, Rücken- und Rumpfmuskulatur stärken, Rückenbeschwerden vorbeugen. Sogar Fettabbau funktioniert damit, da der Grundumsatz erhöht wird. „Aber natürlich gehört zu einer stärkeren Gewichtsabnahme auch eine vernünftige Ernährung und ein Konditionstraining“, verdeutlicht Seikowski, der dazu gerne auch Tipps gibt.

Ein Probetraining kostet übrigens 19,90 Euro für 20 Minuten.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5476372?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F168%2F
Mopsdame Wilma ist wieder da
Ein deutsches Hundeleben kann ganz schön turbulent sein: Edda, von ihrem jetzigen Frauchen in Wilma umbenannt, hat in ihrem jungen Hundeleben schon einen Streifen mitgemacht.
Nachrichten-Ticker