Schülerinnen schreiben über Berufe am FMO
Im „Falke 7“ über’s Rollfeld

Greven -

Sie durften mit dem Feuerwehrauto am FMO fahren. Schülerzeitungsredakteure blickten hinter die Kulissen des Flughafens.

Freitag, 02.03.2018, 08:03 Uhr

Das Reporterinnen-Team aus Rheine mit Feuerwehrchef Paul Schultze.
Das Reporterinnen-Team aus Rheine mit Feuerwehrchef Paul Schultze. Foto: Ann-Christin Hesping

Er ist drei Meter breit, 40 Tonnen schwer und hat 1000 PS unter der Haube – der „Falke 7“ hat es den Mädchen angetan. „Dürfen wir uns auch mal reinsetzten?“, fragen sie mit einem freudigen Glitzern in den Augen, das noch größer und von Freudenschreien begleitet wird, als Paul Schultze mit einem Augenzwinkern verkündet: „Wir fahren sogar gleich noch.“

Paul Schultze ist Wachleiter bei der Werkfeuerwehr des Flughafen Münster-Osnabrück (FMO) in Greven und gewährte Emilie, Mia, Celina und Lisa aus der Klasse 9c der Elsa-Brandström-Realschule Einblicke in die Arbeit der Flughafen-Feuerwehr. Das ganze fand im Rahmen der diesjährigen „Woche der Ausbildung“ der Bundesagentur für Arbeit statt; die Agentur für Arbeit in Rheine hatte den Ausflug zum FMO in Kooperation mit der Regionalagentur und den Westfälischen Nachrichten organisiert.

„Wir wollen jungen Menschen auch Berufsfelder nahebringen, die ihnen vielleicht nicht so bekannt sind und wir denken, dass es auch immer das Beste ist, wenn man wirklich einen hautnahen Eindruck bekommt“, erläuterte Petra König, Pressesprecherin der Arbeitsagenturen im Münsterland.

Hautnahe Eindrücke bekamen sie tatsächlich. Wie echte Feuerwehrleute durften sie die Rutschstange benutzen, um vom ersten Stock ins Erdgeschoss zu den Einsatzfahrzeugen zu gelangen, sie durften Feuerwehrhelme aufsetzen, die Ausrüstung aus nächster Nähe begutachten und an einer Übungspuppe die Rettung von Verunglückten üben.

Die rasante Fahrt im „Falke 7“ über das Rollfeld war aber definitiv das Highlight. Dabei löcherten sie Schultze mit Fragen: Wann zum Beispiel die letzte Notlage war, wollten sie wissen, worauf Schultze erläuterte, dass das erst am Montag gewesen sei – ein Kleinflugzeug konnte nicht feststellen, ob das Fahrwerk zur Landung ausgefahren war. „Eine Notlage mit einem großen Passagierflugzeug gab es hier noch nie. Überhaupt: 80 Prozent aller Einsätze betreffen die Kleinfliegerei, also Flugzeuge, in denen Platz für maximal drei oder vier Passagiere ist.“

Während Schultze zusammen mit Stephan Weilberg, dem Leiter der Werkfeuerwehr, eine Präsentation mit Informationen zur Wache und zur Ausbildung vorführt, ertönt plötzlich ein Piepen, gefolgt von einem Telefonat. „Ich wurde gerade zu einem Einsatz gerufen, das habt ihr gar nicht richtig mitbekommen oder?“, lacht Schultze und sagt, dass es sich um einen Türalarm handelt – auch darum muss sich die Feuerwehr kümmern. „Gibt es denn hier eigentlich auch Feuerwehrfrauen auf der Wache?“, fragt Mia. „Nein“, antwortet Schutze. „Wir hatten mal eine Kollegin, die mittlerweile aber in ihren alten Beruf als Rettungssanitäterin zurückgekehrt ist.“ 23 Hauptamtliche und 44 Nebenberufliche Feuerwehrleute arbeiten zur Zeit am FMO und nicht eine Frau ist unter ihnen – das überrascht die Mädchen.

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