Gegen bittere Kälte angearbeitet
Gleisbau auf sieben Kilometern zwischen Sprakel und Greven

Münster-Sprakel -

7268 Meter Bahnschienen wurden erneuert, 200 Schwellen ausgewechselt und insgesamt 750 Tonnen Schotter zusätzlich auf der Strecke verteilt. Kosten der Streckensanierung: rund 700.000 Euro.

Montag, 19.03.2018, 14:03 Uhr

Um den engen Zeitplan einhalten zu können, wurde entlang der Strecke Tag und Nacht gearbeitet. Die Bahn setzte eine Spezial-Gleisbaumaschine ein.
Um den engen Zeitplan einhalten zu können, wurde entlang der Strecke Tag und Nacht gearbeitet. Die Bahn setzte eine Spezial-Gleisbaumaschine ein. Foto: Claus Röttig

Anwohner von Bahnlinien dürften an den Lärm von vorbeifahrenden Zügen gewöhnt sein. Für einige Sekunden zischen die Waggons an den Häusern vorbei, viel Lärm machen die modernen Fahrzeuge aber nicht mehr. Anders dagegen verhielt es sich für die Anwohner an der Strecke zwischen Sprakel und Greven. Über das Wochenende führte die Deutsche Bahn (DB) dort Sanierungsarbeiten durch.

Am frühen Montagmorgen konnten sich die Gleisarbeiter auf die Schultern klopfen: Nach viel Arbeit bei bitterkalten Temperaturen war alles planmäßig fertig geworden. Sprich: 7268 Meter Bahnschienen wurden erneuert, 200 Schwellen ausgewechselt und insgesamt 750 Tonnen Schotter zusätzlich auf der Strecke verteilt.

Laut Pressemitteilung der Deutschen Bahn belaufen sich die Kosten der Streckensanierung auf rund 700 000 Euro. Über das Wochenende waren die Bahnübergänge „Sprakelweg“ und „Aldruper Brink/Münsterstraße“ (Greven) gesperrt, die Eurobahn-Linie RB65, die RE7 des National-Express und die Westfalenbahn-Linie RE15 konnten nicht fahren, die Busse des Schienenersatzverkehrs mussten Umleitungen fahren.

Bahn erneuert Gleise zwischen Greven und Münster

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  • Bahn erneuert Gleise zwischen Greven und Münster Foto: Luca Pals
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  • Bahn erneuert Gleise zwischen Greven und Münster Foto: Claus Röttig
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  • Bahn erneuert Gleise zwischen Greven und Münster Foto: Claus Röttig
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  • Bahn erneuert Gleise zwischen Greven und Münster Foto: Claus Röttig
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  • Bahn erneuert Gleise zwischen Greven und Münster Foto: Claus Röttig
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  • Bahn erneuert Gleise zwischen Greven und Münster Foto: Juenemann
  • Bahn erneuert Gleise zwischen Greven und Münster Foto: Luca Pals

Ein Sprecher der Bahn warb für Verständnis bei den Reisenden und bei den Anwohnern: „Trotz modernster Arbeitsgeräte ist der Baulärm leider nicht zu vermeiden.“ Die Deutsche Bahn habe dennoch versucht, den Lärm auf ein notwendiges Minimum zu reduzieren.

Vorarbeiten entlang der Strecke liefen bereits in der vergangenen Woche. Die Hauptarbeiten am Wochenende waren nicht zu übersehen: Zahlreiche Scheinwerfer an den Bahngleisen dokumentierten, dass auch nach Einbruch der Nacht gearbeitet wurde.

Ein Großfeuer in Ibbenbüren drohte zunächst, den Zeitplan durcheinander zu bringen. Geplant war eigentlich, am Freitag gegen 20 Uhr mit den Bauarbeiten zu starten. Doch das klappte nicht: „Die Maßnahme wurde zwei Stunden später begonnen“, informierte ein Bahnsprecher auf Nachfrage. Grund: Man habe die Streckensperrung etwas verschoben, damit Reisende noch Anschlusszüge erreichen konnten. Es habe jedoch genug zeitlichen Puffer gegeben, um diese Verzögerung im Laufe des Wochenendes wieder aufzuholen.

Am Montagmorgen gegen 4 Uhr sei zum Betriebsstart alles fertig gewesen, so die Bahn. Züge konnten planmäßig wieder fahren, die Bahnübergänge wieder freigegeben werden.

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