Fachkräftemangel im Freibad
Zwei Stunden weniger Freibad

Greven -

Ein Mangel an qualifiziertem Aufsichtspersonal führt dazu, dass die Öffnungszeiten des Freibades eingeschränkt werden müssen. Morgens wird erst um 7 Uhr geöffnet, abends ist schon um 19 Uhr Schluss.

Donnerstag, 22.03.2018, 15:03 Uhr

Bäderchef Martin Schröder beim 50-jährigen Jubiläum des Freibads Schöneflieth im vergangenen Jahr in historischer Kleidung.
Bäderchef Martin Schröder beim 50-jährigen Jubiläum des Freibads Schöneflieth im vergangenen Jahr in historischer Kleidung. Foto: Günter Benning

Zwei Stunden weniger Schwimmen täglich – das wird manchem Vielschwimmer nicht passen: Mit dem Saisonstart am 2. Mai werden für das Freibad Schöneflieth neue Öffnungszeiten eingeführt.

Das Bad öffnet künftig in der Regel eine Stunde später und schließt eine Stunde früher als gewohnt, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtwerke. Zugleich gibt es mit Beginn der Badesaison 2018 während der Schulferien spezielle Öffnungszeiten, wobei die Badezeiten während der Ferien generell länger sind als außerhalb der Ferien.

„Uns ist wichtig, dass wir während der Kernzeiten weiter den Badebetrieb in gewohnter Qualität anbieten können“, betont Andrea Lüke, Geschäftsführerin der Stadtwerke Greven und der Schwestergesellschaft Grevener Bäder GmbH. „Außerdem haben wir weiterhin an sieben Tagen in der Woche geöffnet.“

Das sei andernorts längst keine Selbstverständlichkeit mehr, wie Martin Schröder, Leiter der Grevener Bäder, berichtet:: „Ich kenne Bäder, die an bestimmten Wochentagen komplett schließen müssen, weil es an Personal fehlt.“ So weit will man es im Freibad nicht kommen lassen; deshalb die Entscheidung, an den Tagesrandzeiten anzusetzen und freitags um 14 Uhr zu öffnen. Hintergrund ist laut Mitteilung, dass es für das Freibad in Greven immer schwieriger wird, qualifiziertes Aufsichtspersonal zu bekommen, das die fest angestellten Kräfte im Schichtbetrieb stundenweise ergänzt und unterstützt.

„Man kann tatsächlich von einem Fachkräftemangel sprechen“, sagt Martin Schröder.

„Da wir aber immer die Sicherheit unserer Badegäste an die erste Stelle setzen und wir strenge Vorschriften haben, was Aufsichtszeiten angeht, müssen wir diesen Schritt gehen.“

Zugleich gelten ab der Saison 2018 während der Schulferien besondere Öffnungszeiten, die länger sind als im Freibadbetrieb außerhalb der Ferien.

Zum Teil bleibt es auch bei den gewohnten Zeiten, so etwa von Dienstag bis Donnerstag, an dem das Bad weiterhin von 6 bis 20 Uhr geöffnet hat. „Wir wissen, dass gerade während der Sommerferien das Freibad sehr beliebt ist. Deshalb haben wir uns bemüht, hier eine Lösung zu finden“, so Andrea Lüke.

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