Seniorenheime
WLAN gibt es noch nicht

Greven -

Viele Senioren haben vor den neuen Medien keine Angst und nutzen sie ganz oft. Doch Bewohner der Grevener Altenheime müssen derzeit noch ohne WLAN auskommen.

Donnerstag, 19.04.2018, 13:04 Uhr

Keine Angst vor neuer Technologie: Ein „Senior“ surft im Internet an einem Computer.
Keine Angst vor neuer Technologie: Ein „Senior“ surft im Internet an einem Computer. Foto: km

Computerkurse für „Senioren ab 60“ etwa erfreuen sich großer Beliebtheit. Viele Weiterbildungsträger machen dazu Angebote, um der Nachfrage Herr zu werden.

Macht sich diese Entwicklung auch in den Altenheimen in der Stadt bemerkbar?

„Nach meinem Wissen hat keiner der Bewohner ein Notebook oder ein Smartphone“, sagt John Cyrannek , Leiter des CMS-Pflegewohnstiftes an der Philipp-Manz-Straße. „Viele unserer Bewohner sind über 80 Jahre alt, teilweise sogar über 90 Jahre.“

In der Anlage gebe es ein WLAN-Netz im Bereich des Bistros. Würden Bewohner sich dafür interessieren, wäre ein Zugang über die Fernsehanlage in den jeweiligen Zimmern möglich. Grundsätzlich halte er das für „ein wichtiges Thema in der Zukunft“. Der Heimleiter betont, wenn sich aktuell jemand für einen WLAN-Zugang interessiere, „würden wir uns kümmern“.

Iris Würthele, Leiterin des Matthias-Claudius-Hauses am Moorweg in Reckenfeld, berichtet, jeder Bewohner könne in seinem Zimmer einen Anschluss bekommen. „Allerdings ist das bislang noch nie Thema gewesen.“ Auch der Heimbeirat habe sich mit dieser Frage noch nicht befasst. Für die Mitarbeiter gebe es ein internes WLAN-Netz.

„Das ist ein Thema, das perspektivisch sehr wichtig ist", betont Kerstin Kieseler-Apitz. Die Leiterin des Gertrudenstifts räumt ein, dass das Haus aktuell kein eigenes WLAN-Netz habe. Unter den Bewohnern gebe es „einen Herrn, der das Internet aktiv nutzt und dieses mittels einer Stick-Lösung machen muss“. Das Thema wolle sie aufgreifen, da WLAN und Internet auch für Altenheime von großer Bedeutung seien.

Auch im Haus Marienfried in Reckenfeld nutzt aktuell keiner der Bewohner WLAN, berichtet Hauswirtschaftsleiterin Susanne Scharpenberg. Es gebe auch kein Netz im Haus. „Wir können aber Zugänge über die Telefonleitungen in den Zimmer möglich machen, wenn dieses gewünscht wird“, ergänzt sie. Vor einigen Jahren habe es mal einen Bewohner gegeben, der „in diesen Dingen voll fit war“. Sie erwartet, dass es in den Altenheimen eine größere Nachfrage gebe, wenn „die Teilnehmer der aktuellen Senioren-Computerkurse selbst in die Altenheime kommen“.

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