Hagebaumarkt: Streit um Weihnachtsartikel
Der Streit ist beigelegt

Greven -

In 247 Tage ist Heiligabend. Interessiert Sie nicht bei 30 Grad im Schatten? Muss es auch nicht. Nur so viel: In der Vorweihnachtszeit kann der Grevener sich weiterhin mit Weihnachts-Gedöns im Hagebaumarkt versorgen. Denn: Stadt und Bauking haben sich bezüglich des künftigen Sortimentes des Baumarktes geeinigt.

Donnerstag, 19.04.2018, 17:04 Uhr

Sie haben sich wieder lieb: Vertreter von Bauking / Hagebaumarkt (links) und Vertreter der Stadtverwaltung (rechts) stellen sich lächelnd im Lampenladen des Baumarktes dem Fotografen.
Sie haben sich wieder lieb: Vertreter von Bauking / Hagebaumarkt (links) und Vertreter der Stadtverwaltung (rechts) stellen sich lächelnd im Lampenladen des Baumarktes dem Fotografen. Foto: Peter Beckmann

Um das zu verkünden war gestern Mittag eigens ein Pressetermin anberaumt worden. Denn der Streit zwischen Stadt und Hagebau hatte in der Vergangenheit schon für einige Schlagzeilen gesorgt und auch dazu geführt, dass sich eine – so genannte – Bürgerinitiative gegründet hatte.

Streitpunkt zwischen den beiden Parteien war das Sortiment. Das ist im Bebauungsplan für den Markt eigentlich fest vorgegeben – allein: Der Markt hielt sich nicht daran. So wurde beispielsweise auf einer sehr großen Fläche Weihnachtsartikel verkauft. Und das ist zum einen im B-Plan nicht vorgesehen und zum anderen eine innenstadtrelevante Ware.

Der Streit landete vor Gericht – bis sich nach langen Verhandlungen die beiden Parteien einigten. Ich bin froh, dass wir eine Einigung erzielen konnten“, sagte Bürgermeister Peter Vennemeyer. In der Fortschreibung des Einzelhandelkonzeptes seien einige Warengruppen neu bewertet worden, was dazu geführt habe, dass diese jetzt auch im Baumarkt ganz „legal“ verkauft werden dürfen, beispielsweise Lampen.

„Lampen sind laut dem neuen Einzelhandelskonzept nicht mehr zentrenrelevant“, erklärte auch Matthias Herding, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung. Einige zentrenrelevante Randsortimente darf der Markt auf einer Fläche von höchstens zehn Prozent weiter, einige wie Bastelbedarf gar nicht mehr verkaufen. „Ein Kompromiss, der unserer Vorstellung von Zentrensteuerung entspricht“, sagte Herding.

Auch die Vertreter des Hagebaumarktes können mit dem Kompromiss leben. „Wir haben Zugeständnisse gemacht, können aber in diesem Rahmen weiter erfolgreich den Baumarkt betreiben“, sagte Carsten Lutte, Geschäftsführer Bauking.

Also: Weihnachten kann kommen – mit Weihnachts-Gedöns aus dem Baumarkt.

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