Greven vor 25 Jahren
Über ein Biotop und die Wiedervereinigung

Prominetne Sportler in Greven, doch einer weigerte sich, mit der Presse zu sprechen. Warum? Das erfahren sie hier...

Freitag, 20.04.2018, 23:04 Uhr

Dr. Rainer Klimke war vor 25 Jahren mit „Biotop“ in Greven unterwegs.
Dr. Rainer Klimke war vor 25 Jahren mit „Biotop“ in Greven unterwegs. Foto: gap

Vor 25 Jahren war Greven noch getrennt. Nee, nicht so schlimm wie Ost- und Westberlin. Aber Greven Ost und Greven West war damals noch immer ein Begriff. Wer „hinterm Bahnhof“ wohnte, wurde oft bemitleidet. Der Grund: Wollte man von Greven West in die Innenstadt, stand da ein Hindernis im Weg, das ganz viel Nerven gekostet hat: der Bahnübergang. Doch: Genau vor 25 Jahren waren die „Maulwürfe“ zugange, buddelten sich im Zuge des Neubaus der Nordwalder Straße unter der Bahn drunter her. Und diese Unterführung war dann, als sie fertiggestellt war, so etwas wie die Wiedervereinigung in Greven.

Es ist merkwürdig: Immer wieder gibt es in den sozialen Netzwerken, den Pressemitteilungen der Polizei, in den Tageszeitungen Berichte von Hundehassern, die irgendwelches Gift auslegen. Oft ist hinter diesen Gerüchten nicht viel dahinter. Doch vor 25 Jahren hat es wohl tatsächlich sieben Vierbeiner erwischt. Das Gift wurde – jetzt sind wir wieder im Grevener Westen – von Unbekannten ausgelegt, vermutlich war es Strychnin. Das ist bekanntlich nicht wirklich gesund.

Das waren aber mal Namen, die wirklich jeder kannte. Reichlich Reiter-Prominenz mit diversen Vierbeinern war beim Turnier des RV St. Martin vor 25 Jahren in Greven. Paul Schockemöhle, Dr. Rainer Klimke - das war damals das Who-is-Who des Reitsports. Und auch ein gewisser Geradus Krinjnen war da. Den kennt heute kein Mensch mehr, vor 25 Jahren war er berühmt. Denn: Den hatte man beim „Barren“ erwischt und ein Jahr gesperrt. Der Zeitungskollege, der ihn damals danach befragen wollte, erntete aber nur eisiges Schweigen.

Ubrigens: Vor 25 Jahren hatte es auch 24 Grad. Ist also nicht wirklich ungewöhnlich diese mollige Wärme im April. Genießen Sie es.

Peter Beckmann

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