Schuldenstand ist gesunken
Mehr eingenommen als ausgegeben

Greven -

Der Schuldenstand der Stadt Greven ist in den Jahren 2015 und 2016 um rund sechs Millionen Euro gesunken. Stadtkämmerer Matthias Bücker bestätigte eine Erhebung des Statistischen Landesamtes (IT NRW). Dies sei aufgrund der guten Konjunktur erwartbar gewesen. Die Zahlen habe die Stadt mit den jeweiligen Haushaltsberatungen erläutert.

Montag, 23.04.2018, 12:04 Uhr

Dass die im Prinzip alten Zahlen jetzt veröffentlicht würden, liege in der Natur der Sache. „Bis die Daten zusammengetragen sind, vergeht auch Zeit.“ Gleichwohl verdeutlichten die jeweiligen Statistiken aktuelle Trends.

„Die Situation der Stadt Greven hat sich insgesamt verbessert“, sagte Bücker . Die jeweilige Haushaltssituation sei Basis für Investitionsentscheidungen gewesen. 2015 hätten mehr Schulden abgebaut werden könne, da deutlich weniger investiert worden sei als 2016. Wie berichtet, hatte die Stadt unter anderem in Schulen und für die Unterbringung von Asylbewerbern insgesamt fast 12 Millionen Euro ausgegeben. „Wir können mit der Entwicklung sehr zufrieden sein, da es auch 2016 trotz erhöhter Investitionen noch gelungen ist, Schulden abzubauen“, bilanzierte Bücker.

Aus der laufenden Verwaltungstätigkeit hat die Stadt 2015 rund 3,3 Millionen Euro mehr eingenommen, als sie ausgegeben hat. 2016 lag der positive Saldo sogar bei rund 6,6 Millionen Euro. Der Kämmerer wies daraufhin, dass die Statistik sich auf ein Kalenderjahr beziehe. „Es können Verzerrungen entstehen, etwa mit Blick auf das Datum beim Zahlungsverkehr.“

Die Stadt hat 2015 rund 45,8 Millionen Euro an Steuern und ähnlichen Abgaben eingenommen, 2016 waren es 51,4 Millionen Euro. Der höchste Ausgabenfaktor waren Transferzahlungen, die 36,8 Millionen Euro 2015 ausmachten (2016: 42,7 Millionen Euro).

In der Mitteilung von Information und Technik Nordrhein-Westfalen heißt es, die bereinigten Einzahlungen der 430 Gemeinden und Gemeindeverbände in Nordrhein-Westfalen beliefen sich im Jahr 2016 auf 67,78 Milliarden Euro. Laut der amtlichen Statistikstelle des Landes erhöhten sich die Einzahlungen im Vergleich zum Jahr 2015 um 7 Prozent. Die bereinigten Auszahlungen erhöhten sich um 7 Prozent auf 67,27 Milliarden Euro. Die Einnahmen waren damit um 511 Millionen Euro höher als die Ausgaben.

Aus der laufenden Verwaltungstätigkeit erwirtschafteten die Gemeinden und Gemeindeverbände in Nordrhein-Westfalen einen Überschuss von 1,36 Milliarden Euro (+23,5 Prozent gegenüber 2015). Bei der Investitionstätigkeit ergab sich ein Defizit in Höhe von 1,83 Milliarden Euro (+62,5 Prozent). Der Saldo bei der Finanzierungstätigkeit lag bei 990 Millionen Euro (+98,4 Prozent).

Die Betrachtung der Auszahlungen nach Produktbereichen ergibt, dass 44,3 Prozent der Ausgaben auf den Bereich „Soziales und Jugend“, 20,8 Prozent auf „Zentrale Verwaltung“, 13,2 Prozent auf „Gestaltung der Umwelt“ und 11,7 Prozent auf „Zentrale Finanzdienstleistungen“ entfallen sind.

Bei den genannten Ergebnissen der Finanzrechnungsstatistik handelt es sich laut Mitteilung um bereinigte Daten, das heißt. Zahlungen zwischen den einzelnen öffentlichen Haushalten auf der gleichen Ebene – etwa von einer Gemeinde an eine andere – wurden bei der Zusammenfassung der Ergebnisse für Nordrhein-Westfalen herausgerechnet, um Doppelzählungen zu vermeiden.

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