Orientalische Show in der Tanzbühne
Mit Hüftschwung übers Parkett

Greven -

Aus dem Keller kommen sinnliche Klänge. Die Treppe führt in einen Raum, in dem Zuschauer es sich auf Teppichen, Kissen und Holzbänken bequem machen. Kerzenlicht lud Groß und Klein am vergangenen Samstagabend zu orientalischem Tanz in Grevens Tanzbühne ein.

Dienstag, 24.04.2018, 14:04 Uhr

Am Samstagabend präsentierten die Tänzerinnen um Nadine Fernández (Mitte) neben klassischem Bauchtanz auch einen Charleston. Kerstin Sickbert (links) tanzt bereits seit der Eröffnung der Tanzbühne den orientalischen Tanz.
Am Samstagabend präsentierten die Tänzerinnen um Nadine Fernández (Mitte) neben klassischem Bauchtanz auch einen Charleston. Kerstin Sickbert (links) tanzt bereits seit der Eröffnung der Tanzbühne den orientalischen Tanz. Foto: Jens Keblat

Ein bisschen mit den Hüften wackeln kann ja jeder, könnte man meinen. Aber damit das Ganze auch ansehnlich ist, braucht es viel Übung. Die Tanzschülerinnen von Nadine Fernández trainieren seit Oktober vergangenen Jahres für ihre Auftritte. In der letzten Tanzstunde vor der Show gab sie ihren Tänzerinnen wichtige Tipps: „Es soll leicht aussehen“, erklärt die Tanzlehrerin. „Die komplexen Choreografien enthalten typische Tanzbewegungen wie Kreise und Wellen, aber auch isolierte Bewegungen einzelner Körperteile.“

Die Bewegungen kann man nicht bloß sehen, sondern auch hören. Pompöse Kostüme im orientalischen Stil. Farbenfroh präsentieren sich die Tänzerinnen auf der Bühne. Die Röcke klingeln im Takt, wie man es aus Film und Fernsehen kennt.

Von Anstrengung ist in den Gesichtern der Tänzerinnen nichts zu sehen. „Die Frauen genießen beim orientalischen Tanz ihre Weiblichkeit und zeigen diese auch“, Nadine Fernández ist immer wieder aufs Neue verzaubert beim Anblick ihrer Schützlinge.

„Das Tanzen macht unglaublich Spaß“, schildert Kerstin Sickbert. Sie tanzt schon seit 20 Jahren den orientalischen Tanz. „Angefangen habe ich in einem VHS-Kurs“, erzählt Sickbert. Ihre damalige Tanzlehrerin eröffnete die Tanzbühne in Greven. Daraufhin wechselten viele Tänzerinnen von der Volkshochschule zur Tanzschule am Hansaring.

2013 übernahm Nadine Fernández die Leitung der Tanzbühne. Neben dem orientalischen Tanz unterrichtet sie auch Bollywood, kreativen Kindertanz, Pilates, Tango Argentino und Zumba Fitness. Beim orientalischen Tanz, umgangssprachlich Bauchtanz, stehen Brustkorb, Hüfte und Becken im Mittelpunkt. „Ein typisches Element ist der Shimmy“, erzählt Fernández. Die schnelle Zitterbewegung eines einzelnen Körperteils fordert Körperbewusstsein, Konzentration und Koordination. Beim Tanzen werden unterschiedlichste Muskelgruppen trainiert.

„Orientalischer Tanz ist wie ein ganzheitliches Training für den Körper“, berichtet Fernández, „Beine, Arme, Hände, Bauch, Becken und Rücken werden dabei gestärkt und gedehnt.“ Die Bewegungen können laut Fernández sogar Menstruationsbeschwerden und Rückenschmerzen lindern. „Hinzu kommt, dass man sich gut fühlt, schön aussieht und Spaß hat.“

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