Kreatives Gartenfest in Schmedehausen
Gewehre zu Trompeten

Schmedehausen -

„Angesichts unserer teils absurden Welt, sollten alle Gewehre zu Musikinstrumenten umgebaut werden“, meinte die Poetry-Slammerin Susanna Wüstneck mit Blick auf die „Flinten-Trompete“ des Emsdettener Künstlers Franz-Josef Schwegmann.

Donnerstag, 03.05.2018, 11:05 Uhr

Susanna Wüstneck und Günther Leiffeld-Strikkeling begannen den Poetry-Slam musikalisch. Im Hintergrund auf dem Sims ein Gewehr mit Trompete des Künstlers Franz-Josef Schwegmann.
Susanna Wüstneck und Günther Leiffeld-Strikkeling begannen den Poetry-Slam musikalisch. Im Hintergrund auf dem Sims ein Gewehr mit Trompete des Künstlers Franz-Josef Schwegmann. Foto: Günter Benning

Beim stilvollen 1. Mai-Kaffee am Schmedehausener Domhof trafen die dadaistisch absurden Instrumente Schwegmanns auf reges Interesse.

Mehr als 30 Hörner, Tuben, Trompeten, darunter auch ein Alphorn, das in einer Kloschüssel endet oder ein „Tuben-Fernglas“, waren im Garten verteilt und konnten vom begeisterten Publikum auf ihre Funktionalität ausprobiert werden.

Dass Kunst Spaß macht, stand an diesem kühlen 1. Mai im Vordergrund. Zudem verrieten die vielen kunstvollen Accessoires in Haus und Garten, was die Hausherren unter „Upcycling“ verstehen.

Unter dem Motto „schmecken-schauen-hören“ hatte Andrea Poleratzki, selbst Holzkünstlerin, und ihr Partner Jörg Blankenstein bildende Künstler und Musiker eingeladen, den Tag der Arbeit etwas anders zu feiern.

Das Trio „Hootin the Blues“ begeisterte das Publikum mit bluesigem Jazz und Susanna Wüstneck verwurstete in ihrem Poetrybeitrag „Der Frecken-Horst aus Ostenfelde“ die Ortsnamen zu einer Hommage an das Münsterland. Stilvoll begleitete sie ihren Text mit dem Harfenspiel und verriet so ganz nebenbei, dass sie Dokumentarfilmerin sei und inzwischen ihr neuer Film „Keinheimatfilm“ abgedreht sei und dieser im Herbst in die Kinos kommen könne.

Ihr Filmmaterial hatte sie 2015/16 im Flüchtlingsaufnahmelager in Nottuln gesammelt. In dem 75 Minuten langen Streifen beleuchtet sie die Schicksale der Flüchtenden.

Leider kam dieser 1. Mai doch etwas zu kühl daher, so dass nur rund 200 Besucher den Garten bevölkerten. Aber das trübte die Stimmung nicht im geringsten.

Drechsler Ludger Meyer aus Saerbeck stellte seine originellen Schnitzarbeiten vor, Thomas Holzmann hatte aus Unna schräge Metallskulpturen mitgebracht. Und für noch mehr Musik sorgten Claudia Rudek mit ihren Band sowie Lasse Yoru.

Die wohlschmeckenden Carpet Burger waren schnell ausverkauft und die Musik und die Getränke taten ihr übriges.

Andrea Poleratzkis Gartenfest ist ein Geheimtipp, bei dem der künstlerische Austausch von Ideen und das Engagement im Vordergrund steht. „Ein gelungener Maiausflug“, fand der Emsdettener Schwegmann.

Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5706180?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F168%2F
Eltern zwischen Angst und Hysterie
Noch ist keinem Kind wirklich etwas passiert – dennoch sind die Eltern in den Schul- und Kita-Bezirken, in denen Jungen und Mädchen von Fremden angesprochen wurden, in großer Sorge.
Nachrichten-Ticker