Radweg fertig – jetzt kann der B481-Ausbau kommen
Die sichere Städteverbindung

Greven -

Hermann Haut muss für das Foto erst einmal ein sein Hemd anziehen. Eine illustre Mannschaft von Stadt- und Straßen NRW-Vertretern hatte den Radler gestern Mittag auf seinem Heimweg angehalten. Galt es doch, den eine Million Euro teuren Radweg entlang der B481 zu feiern – natürlich mit mindestens einem Radfahrer.

Donnerstag, 03.05.2018, 11:05 Uhr

Bei der Einweihung des Radweges (v.l.): Sandra Beermann, Roland Krumm (Straßen NRW), André Kintrup, Radler Hermann Haut, Bürgermeister Peter Vennemeyer, Bernhard Heine Straßen NRW) und die städtische Bauleiterin Diana Schlüter.
Bei der Einweihung des Radweges (v.l.): Sandra Beermann, Roland Krumm (Straßen NRW), André Kintrup, Radler Hermann Haut, Bürgermeister Peter Vennemeyer, Bernhard Heine Straßen NRW) und die städtische Bauleiterin Diana Schlüter. Foto: Günter Benning

In einem Marathon wurde diese 950 Meter lange Verbindung von der Straße am Wasserwerk zum Herberner Mersch seit dem Frühjahr letzten Jahres projektiert und fertiggestellt. „Eine sehr gute Zusammenarbeit“, lobte Andé Kintrup, für Verkehr zuständiger Bereichsleiter der Stadt. Für Straßen NRW steckt hinter dem Radweg, der in Regie der Stadt und unter Aufsicht von Bauleiterin Diana Schlüter gebaut wurde, Größeres: Der geplante dreispurige Ausbau der B481 zwischen Emsdetten und Greven.

„Bei 18 000 Verkehrsbewegungen pro Tag“, sagt Roland Krumm , Projektleiter Planung bei Straßen NRW in das Tosen des Verkehrs hinein, „verlangt es nach Dreispurigkeit.“ Zumal mehr als 2000 Lkw auf dieser Straße unterwegs sind, die teilweise auch als Maut-Umfahrungsstrecke benutzt wird.

Wenn alles gut gehe, werden die Planungen im kommenden Jahr beginnen können. Vier Knotenpunkte müssen dabei mit zusätzlichen Spuren ausgebaut werden. Kein Pappenstil. Zumal durch die Erweiterung des interkommunalen Gewerbegebiets Greven/Emsdetten zusätzlicher Verkehr auf der sogenannten Fiege-Kreuzung aufschlage. Da entstehe mehr Verkehr als man angenommen habe, so Krumm.

Der neue Radweg beendet eine Zeit der Gefahren. Bisher fuhren Radler nämlich auf dem Mehrzweckstreifen der Bundesstraße. „In großen Mengen“, erinnert An­dré Kintrup, „oft ohne Licht und entgegen der Fahrtrichtung.“ Während der Bauzeit, als es keinen Mehrzweckstreifen gab, waren Radler ganz von der Straße verbannt.

Hermann Haut arbeitet in Reckenfeld. Für ihn hat der Radweg auch einen Nachteil: „Wenn man über die Bundesstraße fährt, stören keine Fußgänger.“

Der Radweg verbindet Wasserwerk und Herberner Mersch. Von dort geht‘s über das Rad- und Wirtschaftswegenetz weiter. Für einen rasanten E-Biker wie Haut kann das heißen: Öfter mal die Bremse ziehen.

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