Treffen mit Laumann
Auf eine Cola mit dem Minister

Greven/Düsseldorf -

Einen Minister treffen, bei einer Limo Fragen stellen, den Polit-Alltag kennenlernen - diese Chance nutzten Schüler aus dem Grevener Umland bei einer Fahrt nach Düsseldorf.

Freitag, 18.05.2018, 11:05 Uhr

Gruppenbild mit Karl-Josef Laumann. Der Minister nahm sich Zeit für die Schüler und die Kooperationspartner der Aktion. Das Urteil der meisten Schüler nach dem Treffen: volksnah, unverstellt, unkompliziert. So hatten sie sich einen Minister nicht vorgestellt.
Gruppenbild mit Karl-Josef Laumann. Der Minister nahm sich Zeit für die Schüler und die Kooperationspartner der Aktion. Das Urteil der meisten Schüler nach dem Treffen: volksnah, unverstellt, unkompliziert. So hatten sie sich einen Minister nicht vorgestellt. Foto: Oliver Hengst

Das Reichstagsgebäude in Berlin? Klar, das hatten viele Mitfahrer schon von innen gesehen. Der Landtag in Düsseldorf dagegen: für die meisten Neuland. Höchste Zeit also, das zu ändern. Die Gelegenheit dazu bot das Gemeinschaftsprojekt der Agentur für Arbeit, der Regionalagentur Münsterland (mit Sitz in Greven) und unserer Zeitung. Vor einigen Wochen waren auf Einladung dieser Kooperationspartner Schüler aus der Region bereits zu Gast am FMO, um dort im Rahmen der „Woche der Ausbildung“ Reportagen für unsere Zeitung anzufertigen. Nun informierten sich die Schüler in der Landeshauptstadt und trafen dabei unter anderem Arbeitsminister Laumann. „Er ist entspannter als ich mir das vorgestellt habe”, sagte Emilie Roß nach dem Treffen. „Der ist ganz lustig”, ergänzte Mitschülerin Mia Overmann.

Bevor sie zu diesem Urteil gekommen waren, stellten sie dem Minister bei einer Cola Fragen mit großer inhaltlicher Bandbreite. Ausbildung, klar, das dominierende Thema: Die Schüler aus dem Münsterland, die allesamt auch für ihre jeweiligen Schülerzeitungen tätig sind, ermunterte der Arbeitsminister, sich bei der Suche nach dem richtigen Beruf nicht blenden zu lassen. Eine akademische Ausbildung, inzwischen für 50 Prozent der Schüler die Regel, münde nicht zwangsläufig in einen besser bezahlten Job. Handwerker seien gefragt und deshalb oft gut bezahlt. Dennoch gebe es nicht genug Nachwuchs. „Die werden uns an jeder Ecke fehlen”, sagte Laumann, selbst von Hause aus Handwerker. Eine Lehre biete allemal „interessante Perspektiven.” Nicht immer müsse es das Abitur sein, das zum Erfolg führe.

Ein launiger Laumann erkundigte sich bei den jungen Besuchern nach Hobbys, Berufswünschen und ehrenamtlichem Engagement – etwa bei der Feuerwehr. „Die nehmen jetzt auch Mädchen, selbst im Münsterland.” Diese flapsige Bemerkung wollte er hingegen nicht falsch verstanden wissen. „Das Münsterland ist das Zentrum des Fortschritts. Das sieht man ja an mir”, erklärte der Minister, vielsagend lächelnd. Von einer Schülerin auf die aktuelle Kruzifix-Forderung von Markus Söder angesprochen sagte er: „Ich würde es nicht so machen.” In seinem Büro allerdings hänge sehr wohl ein Kreuz, aber das sei eine persönliche Entscheidung. Eines allerdings mochte Laumann kaum glauben: dass in der Gesamtschule Hörstel gar keine Kreuze mehr hängen. Einen der dortigen Schüler beauftragte er, nochmal genau nachzuschauen und ihm das Ergebnis zu melden. „Haben sie ´ne Mail-Adresse?“, erkundigte sich der Schüler. „Hier, meine Karte“, antwortete Laumann. Man bleibt im Gespräch.

Schüler besuchen Düsseldorfer Landtag

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