Neuer Name für die Gesamtschule
Einstimmig für Nelson Mandela

Greven -

Die Gesamtschule Greven wird ab dem kommenden Schuljahr den Namen von Neslon Mandela tragen. Das beschloss der Schulausschuss am Mittwoch einstimmig. Das ausstehende Votum des Rates gilt als reine Formsache.

Freitag, 08.06.2018, 12:31 Uhr

Die Gesamtschule wird nach Nelson Mandela benannt.
Die Gesamtschule wird nach Nelson Mandela benannt. Foto: dpa

Die Schule will sich, da nun auch die Oberstufe an den Start gehen, vom etwas schmucklosen Namen „Gesamtschule Greven“ trennen und hatte sich daher auf die Suche nach einem Namensgeber gemacht. 30 interne Vorschläge wurden schließlich auf fünf und letztlich auf zwei reduziert: Leonardo da Vinci und Nelson Mandela . Mentorenteams hatten die Vorschläge gründlich geprüft und Hintergründe für die Schulgemeinde aufbereitet. In der Schulkonferenz votierte schließlich eine Mehrheit für Mandela.

Der Schulausschuss, der die Namensfindung bewusst in die Hände von Schülern, Eltern und Lehrern gelegt hatte, ist mit dem Ergebnis höchst zufrieden. Erst recht nach einer Präsentation der Lehrkräfte Christina Prinz und Markus Preising. Sie zogen zahlreiche Parallelen zwischen Mandelas Wirken und dem Leitbild der Schule. Mandela habe sich für Frieden, Demokratie, Vielfalt und soziale Verantwortung eingesetzt – Werte, die sich auch die Gesamtschule auf die Fahnen geschrieben hat und die sie im Schulalltag lebt. „Menschenrechte sind bei uns jedem Kind ab der fünften Klasse ein Begriff“, nannte Prinz ein Beispiel. Laut Preising kann man sich zahlreiche Aktionen vorstellen, um dem Namen „Nelson-Mandela-Gesamtschule Greven“ gerecht zu werden. Mandela sei ein „Vorbild für menschliches Zusammenleben“. Gewinnbringende Vielfalt, demokratische Handeln, Verantwortung – diese Schlagworte böten Anknüpfungspunkte. Am wichtigsten: der Aspekt der Vielfalt. Denn die Gesamtschule sehe sich ganz bewusst als „Schule für alle“. Das eindeutige Votum des Ausschusses freute auch Schulleiter Ingo Krimphoff, der auf die Komplexität des langen Verfahrens verwies und für das Vertrauen dankte.

Fast wortgleich lobten zahlreiche Ausschussmitglieder die Namenswahl als „sehr gelungen“ (Hemmen, FDP), „ausgezeichnete Wahl“ (Brinkbäumer, SPD) und „sehr passend“ (Bünder, Grüne). Mandela stehe für Aussöhnung und Gewaltfreiheit. Dass sei in der heutigen Zeit „ein sehr starkes Zeichen“, so Dirk Nolte (Linke).

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