Verhandlungen um Erweiterung Edeka-Markt
Nahversorger oder Kundenmagnet?

Greven -

Sanierung und die Erweiterung des Edeka-Marktes verzögert sich weiter. Die Bezirksregierung hat noch Bedenken dagegen. Derzeit verhandelt der markt-Betreiber mit der Bezirksregierung.

Mittwoch, 13.06.2018, 15:13 Uhr

Eigentlich sollte der Edeka-Markt schon längst saniert und erweitert sein. Allerdings hat die Bezirksregierung noch Bedenken.
Eigentlich sollte der Edeka-Markt schon längst saniert und erweitert sein. Allerdings hat die Bezirksregierung noch Bedenken. Foto: Günter Benning

An manchen Tagen wird es schon mal recht eng im Edeka-Markt an der Schützenstraße. Und dann ist auch das Parken manchmal nicht so einfach. Aber da war doch was: Der Markt soll ausgebaut werden, um dem Bedarf des wachsenden Grevener Südens gerecht zu werden. Nur: Es passiert nichts. Und das liegt, so verdeutlicht der Architekt Claus Schlüter, wohl an der Bezirksregierung. „Da laufen Verhandlungen, bei denen es um die Größe der Verkaufsfläche und ums Sortiment geht.“

Der Edeka-Markt soll bekanntlich saniert und auf 1250 Quadratmeter Verkaufsfläche vergrößert werden. „Die Bezirksregierung verlangt allerdings den Nachweis, dass dieser Markt tatsächlich nur seinem Nahversorgungsauftrag nachkommt und nicht Einkaufskraft aus der Innenstadt oder anderen Stadtteilen abzieht“, erklärt Claus Schlüter. Es komme jetzt auf das Verhandlungsgeschick des Betreibers an. „Da wird jetzt ein Konzept erarbeitet, wie der Markt künftig mit welchen Waren bestückt wird.“

Kaum zu glauben aber wahr. Denn die Stadtverwaltung und auch die Politik haben lange ihr O.K. für die Erweiterung des Marktes gegeben. In den Diskussionen waren sogar einige Politiker der Meinung, dass der Edeka-Markt als alleiniger Nahversorger für den ständig wachsenden Süden nicht ausreiche.

Trotz allem ist Schlüter optimistisch, dass die Sanierung und Erweiterung des Marktes noch in diesem Jahr umgesetzt werden kann.

Auch ein paar 100 Meter weiter in Richtung Stadt läuft es für die Schlüters nicht so ganz rund. Denn das große Ladenlokal im Neubau am Ende der Fußgängerzone Alte Münsterstraße steht nach wie vor leer. „Das ist auch nicht so einfach“, verdeutlicht Schlüter.

In den Verhandlungen mit den klassischen Filialisten – unter anderem auch DM – habe sich herausgestellt, dass diese Standorte mit einer hohen Kunden-Frequenz suchen, die sie dann abschöpfen können. Ein ähnliches Problem wird das leer stehende Ladenlokal ein paar Meter weiter Richtung Innenstadt (ehemals Posthörnchen) haben. „Da muss einer den ersten Schritt gehen“, erklärt Schlüter.

Und er sei weiterhin optimistisch, dass sich dieser Standort entwickeln kann. „Gegenüber ist die Postfiliale, der Marktplatz ist recht nah, ebenso der Punkt mit der höchsten gemessenen Passanten-Frequenz am Kiepenkerl. Dieses Aufkommen kann man durchaus abschöpfen“, sagte Schlüter.

Und er verweist auf den Niederort. „Das hat sich dort auch hervorragend entwickelt und könnte ein Beispiel für den Standort Alte Münsterstraße sein. Ich glaube jedenfalls fest daran, dass sich hier etwas entwickelt.“

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