Kulturpreis des LWL
Erhalt des kulturellen Erbes

Greven -

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat am gestern sechs Vereine und Gruppen mit den LWL-Preisen 2018 ausgezeichnet. Den Kulturpreis verlieh der LWL an den Arbeitskreis Sachsenhof des Heimatvereins Greven.

Mittwoch, 20.06.2018, 15:36 Uhr

Der Arbeitskreis Sachsenhof des Heimatvereins Greven wurde gestern Abend mit dem Kulturpreis des Landschaftsverband Westfalen-Lippe ausgezeichnet.
Der Arbeitskreis Sachsenhof des Heimatvereins Greven wurde gestern Abend mit dem Kulturpreis des Landschaftsverband Westfalen-Lippe ausgezeichnet. Foto: PF

LWL-Direktor Matthias Löb und Dieter Gebhard, Vorsitzender der LWL-Landschaftsversammlung, überreichten die mit je 2000 Euro dotierten Preise im Erbdrostenhof in Münster.

Seinen Kulturpreis hat der LWL an den Arbeitskreis Sachsenhof des Heimatvereins Greven verliehen. „Damit würdigen wir jahrzehntelanges, ehrenamtliches Engagement von den Mitgliedern des Arbeitskreises, die den Sachsenhof als Museumsstandort betreuen und sich so für die Erhaltung des kulturellen Erbes unserer Region einsetzen“, sagte Gebhard.

Der Sachsenhof in Pentrup ist eine Rekonstruktion einer 1200 Jahre alten frühmittelalterlichen sächsischen Hofanlage, die die LWL-Archäologen 1973 in Gittrup ausgegraben haben. Die frühmittelalterliche Hofanlage ist ganzjährig als Freilichtmuseum zugänglich. Zu dem Gehöft sind weitere Gebäude wie eine Scheune, eine Heuberge, ein Grubenhaus oder ein Bienenstock hinzugekommen. Umgeben ist das Gehöft von einer Gartenanlage mit frühmittelalterlichen Kulturpflanzen.

Ein weiteres Standbein ist die experimentelle Archäologie mit Angeboten aus den Bereichen Töpferei und Keramikbrand, Herstellung von Öl, Teer oder Filz, sowie Kohlenmeilerei und Bronzeguss. Regelmäßig findet experimentelle Eisenverhüttung im Rennfeuerofen statt. Gruppen aus ganz Europa haben schon unterschiedliche Methoden zur Eisengewinnung erforscht.

„Besonders hervorzuheben ist die Arbeit von Dr. Hermann-Josef Drexler und seiner Frau Liesel, die seit vielen Jahren die wissenschaftliche und organisatorische Koordination übernommen haben und alle Mitglieder des Arbeitskreises motivieren“, so Gebhard.

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