Tag der Architektur
Bunte Gläser sind das Highlight

Greven -

Im August 2016 war es so weit: Nach neun Monaten Bauphase und zuvor viel Planungen sowie einer zweijährigen Suche nach einem Grundstück konnten die Architekten den Gemeindemitgliedern der Neuapostolischen Kirche ihr neues Schmückstück in der Königsstraße präsentieren. Am Samstag standen nun auch allen anderen, die sonst den Weg in die Kirche nicht finden, die Türen offen. Beim Tag der Architektur.

Montag, 25.06.2018, 09:02 Uhr

Die Architekten Henning Heiring, Amer Sadikovic, Bernhard Schulze Gronover (von links nach rechts) zeigten ganz spezielle Formen und Farben. Hier: Den farbenfrohen Lebensbaum.
Die Architekten Henning Heiring, Amer Sadikovic, Bernhard Schulze Gronover (von links nach rechts) zeigten ganz spezielle Formen und Farben. Hier: Den farbenfrohen Lebensbaum. Foto: Luca Pals

Dieser wurde am vergangenen Wochenende in ganz NRW ausgetragen, die zuvor angeschriebenen Architekten konnten sich ihre liebsten Schmuckstücke aussuchen. Da die Neuapostolische Kirche noch jung im Grevener Stadtbild ist, dazu modern und nicht im klassischen Kirchenstil daher kommt, entschieden sich Diplomingenieur Architekt Bernhard Schulze Gronover und sein Architektenbüro für das Gebäude.

Von 12 bis 16 Uhr konnten Interessierte sich die Räumlichkeiten mittels architektischer Expertise näher bringen lassen. Schulze Gronover schwärmt beim Anblick des Gebäudes: „Erst einmal haben wir hier den perfekten Standort.“ Dieser habe ihn schon damals sehr gefreut, so bedeutete der Neubau vor einigen Jahren für die Neuapostolische Gemeinde doch einen Neuanfang: „Die Gemeindehäuser in Greven, Reckenfeld und Emsdetten wurden aufgegeben und durch dieses Gebäude zusammen geführt“, so der Fachmann. Das neue Gemeindehaus präsentiere sich „mit einer klar reduzierten Bauform, welche die einzelnen Räumlichkeiten eindeutig darstellt.“ Besonderheit – wobei dies bei Neuapostolischen Kirchen immer der Fall ist: „Hier gibt es keine Glocken.“ Nach Süden und Westen hin bietet das Gebäude laut Architekten einen gut gelegenen Vorplatz: „Dieser Ort ist zum Verweilen. Hier geht es vor allem um Gemeinschaft.“ Die Gemeinde lege großen Wert auf die Familie. Außerdem verknüpfe das Foyer den Außenplatz mit den anliegenden Grünflächen – sehr kinderfreundlich. Absolute Highlights sind die bunten Fenster im Kirchensaal, der Platz für 150 Menschen bietet. Die Künstlerin Lea Schulz-Divenow entwarf 2016 ein Fensterrasterband, welches zu den vier Himmelsrichtungen mit typischen und immer unterschiedlichen Farben die Kirche aufleuchten lassen: „Das ist eine Beleuchtung nach innen und außen“, so Schulze Gronover.

Die Neuapostolische Kirche sei zur Präsentation des Architektentages genau das richtige Gebäude: „Hier zeigen wir absolut moderne Baukunst.“ Stichwort: Kirchenneubau. Für die Besucher wünschte sich der Architekt: „Dass viele die Möglichkeit nutzen, das Gebäude einmal von innen kennen zu lernen.“

Anzeige
Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5845486?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F168%2F
Ein Zoo-Künstler unter Geiern
Prof. Ulrich Martini unter Geiern: Mit den lebensgroßen Nachbildungen der Aasfresser hat der frühere Fachhochschul-Dozent den Eingangsbereich zum Geier-Restaurant an der Großvogelvoliere des Allwetterzoos originell gestaltet.
Nachrichten-Ticker