Enrico Pohle schauspielert und singt
Einer muss der Fiesling sein

Reckenfeld -

Enrico Pohle steht in diesem Jahr „nur“ als Sänger bei der Musicalnight auf der Bühne. „Singen ist das, was ich am liebsten mache“, sagt der 42-Jährige. Außerdem hat er bei „Ronja Räubertochter“ die musikalische Leitung übernommen.

Mittwoch, 25.07.2018, 23:56 Uhr

Enrico Pohle in seiner Rolle als Bürgermeister bei „Zum Sterben schön“ im vergangenen Jahr. Als Fiesling erster Klasse stand er da auch wieder auf der Bühne.
Enrico Pohle in seiner Rolle als Bürgermeister bei „Zum Sterben schön“ im vergangenen Jahr. Als Fiesling erster Klasse stand er da auch wieder auf der Bühne. Foto: ros

Ist der Mensch, der dort auf der Bühne steht im Alltag auch so nett, hilfsbereit, oder auch so arrogant und fies wie er sich dort gerade darstellt? Was machen diese Menschen im wahren Leben? In unserer Serie berichten wir über einige Menschen, die in diesem Sommer auf der Freilichtbühne stehen. Diesmal geht es um Enrico Pohle .

Seit 2011 spielt er Theater, erst beim Quasiso in Ibbenbüren und seit 2016 in Re-ckenfeld, wo er seine erste Rolle in der Komödie „Toast Hawaii“ spielte. Den Zuschauern dürfte er besonders in seiner Rolle als Bürgermeister bei „Zum Sterben schön“ im vergangenen Jahr in Erinnerung sein. Als Fiesling erster Klasse stand er da auch wieder auf der Bühne. „Ich kriege immer solche Rollen, egal wo ich spiele“, erzählt er. Klar, sein markantes Äußeres ist bei der Rollenverteilung sicherlich aus-schlaggeben, dabei ist er in Wirklichkeit ein ausgeglichener, harmonischer Typ, der eigentlich lieber singt als schauspielert. „Doch Spaß macht das Theater natürlich schon.“

Dorthin zog es ihn aus dem Wunsch heraus Klassik zu machen. „Ich singe sehr gerne Opern. Aber musikalisch ergab sich in Ibbenbüren nichts. Erst in Reckenfeld hatte ich die Gelegenheit, auf der Bühne im Theaterstück zu singen“. Bis zu seinem 20. Lebensjahr nahm er elf Jahre klassischen Gesangsunterricht und ließ sich mit 16 Jahren zum Chorleiter ausbilden, und er spielt verschiedene Instrumente. Mit unterschiedlichen Bands war er als Leadsänger und auch Gitarrist unterwegs. Als bei der Bigband der Musikschule Emsdetten „That All“ ein Posaunist fehlte, lernte er kurzfristig dieses Instrument.

In den Rollen, die er spielte, fühlte er sich wohl. Aber Gesang und Spiel zusammen zu bringen, war schon eine Herausforderung, wie er zugibt. „Ich kann schlecht alleine Text lernen, das geht bei mir am besten bei den Proben“, gibt er zu.

Er freut sich, dass er in diesem Jahr einige Auftritte bei der „Open-Air-Nacht der Musicals“ singt.

Gut eingespannt ist er also und das zusätzlich zu seiner Arbeit in der Jugendhilfe Tecklenburg, wo er im Bereich „betreutes Wohnen“ tätig ist. „In diesem Bereich wird intensiv sozialpädagogische Einzelbetreuung geleistet.“ Musik und Theater seien ein guter Ausgleich für ihn.

Ab Mitte November kann man ihn als Schauspieler sogar im Kino sehen. Dort spielt er eine Hauptrolle in dem Kinofilm „Eiseskälte“. Ein Auftritt, bei dem man auch etwas verdienen kann? „Keineswegs, Eiseskälte ist ein Filmprojekt, bei dem alle Gelder in die Produktion fließen“, erklärt er. Aber für ihn ist das wieder eine neue Erfahrung, für die er gerne die Freizeit opfert.

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