Gemeinsamer Antrag zur Gestaltung der Ortsmitte
Nicht an den Reckenfeldern vorbei

Reckenfeld -

Die Reckenfelder wollen bei der Gestaltung der riesigen Fläche in der Ortsmitte, die nach dem Umzug der Sportflächen frei werden, mitreden. Deshalb haben sie jetzt parteiübergreifend einen Antrag gestellt.

Samstag, 04.08.2018, 17:20 Uhr

Vis-a-vis der Franziskus-Kirche wird nach dem Umzug der Sportflächen an den Witter Damm eine 45 000 Quadratmeter große Fläche frei, die bebaut werden kann.
Vis-a-vis der Franziskus-Kirche wird nach dem Umzug der Sportflächen an den Witter Damm eine 45 000 Quadratmeter große Fläche frei, die bebaut werden kann. Foto: Stadt Greven

Angst? Nö, die haben sie nicht. Aber sie haben Bedenken. Bedenken, dass sie nicht gefragt werden, das alles an ihnen vorbei läuft und entschieden wird. Das wollen sie verhindern. Und das führt sogar dazu, dass sich CDU , SPD , Grüne, Reckenfeld direkt und Freie Wähler mit dem Reckenfelder Bürgerverein zusammen getan haben. Was sie wollen? Sie wollen bei der Gestaltung der nach dem Umzug des SCR frei werdenden Fläche mitten im Ortsteil mitreden.

45 000 Quadratmeter werden es sein, die nach dem Umzug des SC Reckenfeld direkt in der Ortsmitte frei stehen und bebaut werden können. Und das wird schon recht bald sein. Denn mit Beginn der Saison 2019/20 sollen die Fußballer des SCR schon am Wittler Damm kicken.

Wie soll das freie Gelände bebaut werden? Welche Häuser sollen entstehen? Wie viel Freizeitflächen werden eingeplant? Was passiert mit der alten Hauptschule? Da gibt es einiges abzuklären. Und für die Auslobung eines geplanten Architektenwettbewerbs benötigt man klare Vorgaben. Und Genau da wollen Politiker und Vereinsvertreter mitreden.

„Es ist eine einmalige Chance, so ein großes Gelände in einem Ortszentrum neu zu gestalten, so etwas gibt es fast nirgendwo“, sagt Jürgen Otto, geschäftsführender Vorstand im ReBüVe. Und er beklagt sich auch gleich über Bürgermeister und Verwaltung. „Vor den Sommerferien sollte eine Bürgerinformations-Veranstaltung stattfinden.“ Die hat es bislang nicht gegeben. „Wir befürchteten, dass wir Reckenfelder im Verfahren vor vollendete Tatsachen gestellt werden.“ Man wolle ein Wörtchen mitreden über das, was in der Auslobung stehe.

Und davon haben die Reckenfelder klare Vorstellungen. Die Anbindung der Bahnhofstraße in die Planung, ein Anteil an Grün- und Freizeitflächen von mindestens zehn Prozent und damit Erhalt des Gartenstadt-Charakters, ein sozialer Einklang von Mehr- und Einfamilienhäusern, eine paritätische Besetzung der Jury auch mit Reckenfelder Bürgern, Berücksichtigung der Vorgaben aus dem IHK Reckenfeld 2020 und nicht zuletzt die Einplanung eines Begegnungszentrums. „Wir haben hier 38 Vereine und Gruppierungen, die Räume benötigen, das ist uns also sehr wichtig“, betont auch Franz-Josef Holthaus, CDU-Ratsherr und Reckenfelder Urgestein. Als Vorbild nennen die beiden das Begegnungszentrum Hansaviertel.

„Wir ziehen hier parteiübergreifend an einem Strang“, betonen die beiden Männer. Beide hoffen, dass sie im Rahmen des nächsten Bezirksausschusses für den Ortsteil Reckenfeld Klarheit bekommen. „Uns wäre es sehr wichtig, dass der Bürgermeister uns klar den weiteren Prozess darstellt.“

Wie gesagt: Angst haben sie nicht, aber Bedenken, dass das alles an den Reckenfeldern vorbei läuft.

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