„Rèalta“ begeisterte die Besucher im Ballenlager
Irlands melancholische Lieder

Greven -

Die irische Band „Rèalta“ begeisterte am Samstag im Ballenlager.

Montag, 06.08.2018, 11:24 Uhr

„Rèalta“ bot im Ballenlager nicht nur die bekannten Sauf- und Trinklieder, sondern zeigte auch viel von der melancholischen Seite der irischen Musik.
„Rèalta“ bot im Ballenlager nicht nur die bekannten Sauf- und Trinklieder, sondern zeigte auch viel von der melancholischen Seite der irischen Musik. Foto: Axel Engels

Weltmusik ist fester Bestandteil des renommierten Summerwinds-Münsterland-Festivals. Bereits zum vierten Mal arbeitet die GWK Münster mit der Kulturinitiative in Greven zusammen, und diese professionelle Kooperation schenkte den vielen Liebhabern feinster von Hand gemachter Musik am Samstag im Ballenlager ein mitreißendes Musikerlebnis der besonderen Art.

Die irische Band „Rèalta“ nimmt in der irischen Folk-Szene eine Sonderstellung ein. Spätestens seit ihrem Auftritt beim „Celtic Connections“ in Glasgow 2012 gilt die Band aus Belfast als eine der führenden Formationen, wenn es um eine stilübergreifende Verbindung von traditionellen irischen Weisen mit Elementen aus Rock, Jazz und Klassik geht.

Für Aaron O’Hagan, der gerade Vaterfreuden entgegensieht, war kurzfristig Brendan Mulholland eingesprungen, und dieser bekannte Musiker fügte sich in die Band von Conor Lamb, Deirdre Galway , Dermot Mulholland und Dermot Moynagh so perfekt ein, als wenn er schon immer in dieser Formation gespielt hätte.

Das gälische „Réalta“ bedeutet ja Stern, und dem Namen folgend präsentierte die Band ihre Musik mit all ihrer Magie in mitreißender Art. Schon bei den ersten Songs „Slides“ und „Sibhán“ ging das Publikum begeistert mit, und beim „Wounded Hussar“ tanzten sogar einige Besucher im Mittelgang und vor der Bühne.

Neben traditionellen Weisen waren es die Songs ihres neuen Albums „Clear Skies“ , mit denen die Band die Stimmung im Ballenlager in die Höhe trieb.

Melancholische Balladen wie „Bill Malley’s“, „Sweetheart“ und „The Three Sisters“ bereicherten den Abend um eine zu Herzen gehende Facette und wenn Dermot Mulholland den Kontrabass zur Seite legte und zum Banjo von einer verlorenen Liebe sang, war man eingefangen von den in Musik gesetzten tiefen Gefühle.

Immer wieder wechselten die Musiker der Band die Rollen, wussten dabei solistisch wie auch als Gesamtensemble ihre ganzen Qualitäten einzubringen.

Mit glasklarer Stimme erreichte Deirdre Galway die Herzen des Publikums.

Irische Musik hat eben mehr zu bieten als die üblichen Sauf- und Trinklieder, und die Band „Rèalta“ bot einen tiefen Einblick in die melancholische Seite des Irish Folk und wusste auch die tänzerisch spritzigen Songs mit ungezügelter Energie und Leidenschaft zum Vergnügen des Publikums zu spielen.

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