Kleinflugzeug bei Landeanflug abgestürzt
Zwei Todesopfer bei Flugzeugunglück am FMO

Greven -

(Update: 21:50) Zwei Tote forderte ein Flugunglück am FMO in Greven, als eine niederländische Übungsmaschine am Donnerstagmittag um 12 Uhr bei einem Landeanflug am Flughafen Münster-Osnabrück abstürzte.

Donnerstag, 09.08.2018, 21:51 Uhr

Kleinflugzeug bei Landeanflug abgestürzt: Zwei Todesopfer bei Flugzeugunglück am FMO
Zahlreiche Rettungsfahrzeuge aus dem Kreis waren zum FMO gekommen. Foto: Jens Keblat

Die Unglücksmaschine kam aus Lelystad in den Niederlanden. Wie Flughafensprecher Andrés Heinemann erklärte, handelt es sich bei dem Flugzeug um eine zweimotorige Beech G 58 Baron, die mit einem Piloten und einem Flugschüler besetzt war.

Beide sind nach Angaben der Bezirksregierung bei dem Unfall ums Leben gekommen. Bei den Toten handelt es sich nach Angaben der Polizei um einen 59 Jahre alten Mann aus Recklinghausen und einen 64-Jährigen aus den Niederlanden.

Die Maschine habe sogenannte Checkflüge absolviert, sagte die Sprecherin der Bezirksregierung. Bei solchen Flügen müssen Piloten regelmäßig bestimmte Manöver absolvieren, damit ihre Fluglizenz verlängert wird.

Die Maschine vom Typ Beech G58 habe mehrere Starts und Landungen am Flughafen Münster/Osnabrück für den Nachmittag geplant gehabt, sagte Andrés Heinemann. „Das ist bei uns nicht unüblich“, erklärt der FMO-Sprecher. Schon beim ersten Landeversuch kam es zum Unfall. Die Maschine rutschte hinten von der Landebahn, überschlug sich und blieb auf dem Kopf liegen. Immerhin hatte die Maschine nach dem Absturz nicht gebrannt.

Zwei Tote bei Flugzeugunglück am FMO in Greven

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  • Aufregung am FMO in Greven: Zwei Menschen sterben bei einem Flugzeugunglück.

    Foto: Jens Keblat
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    Foto: Peter Beckmann

Eine Lufthansa-Maschine aus München wurde zum Flughafen Paderborn/Lippstadt umgeleitet, insgesamt mussten 13 Flüge annulliert werden. Die Startbahn war noch bis in die Abendstunden gesperrt. Von 12 Uhr bis 19.30 Uhr habe die Unterbrechung des Flugbetriebs gedauert, sagte ein Sprecher des Flughafens. 

Am Nachmittag trafen am Unfallort Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung am FMO ein. Unklar ist derzeit noch, ob es sich um einen technischen Defekt oder einen Pilotenfehler gehandelt hat. Dies wird Gegenstand der Ermittlungen sein, die die Staatsanwaltschaft Münster übernommen hat.

Die Unglücksmaschine ist eine „Beechcraft Baron BE58“,  eine zweimotoriges Privat- und Geschäftsreiseflugzeug aus den Vereinigte Staaten. Neben dem Piloten bietet sie fünf Passagieren Platz, heißt es bei Wikipedia. Seit 1961 wird das Flugzeug von Hawker Beechcraft für etwa 1,2 Millionen  US-Dollar vertrieben. Es gibt zwei Varianten: Die Baron 55 (kurzer Rumpf) und die Baron 58 (langer Rumpf). Derzeit wird ausschließlich die Baron 58 gebaut. Auch die Lufthansa setzte die Baron 55 zur Ausbildung von Nachwuchspiloten ein.

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