Unitymedia-Verzögerung
Highspeed erst im September

Reckenfeld -

Unitymedia-Kunden in den Reckenfelder Blöcken C und D müssen sich weiter in Geduld üben.

Sonntag, 19.08.2018, 15:02 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 17.08.2018, 17:04 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 19.08.2018, 15:02 Uhr
Ein selten gewordenes Bild in den Blöcken C und D, die Tiefbauarbeiten sind weitgehend abgeschlossen. Doch bei den Hausanschlüsseln hakt es noch. Die ersten Kunden sollen nun im September ihre Glasfaserleitung nutzen können.
Ein selten gewordenes Bild in den Blöcken C und D, die Tiefbauarbeiten sind weitgehend abgeschlossen. Doch bei den Hausanschlüsseln hakt es noch. Die ersten Kunden sollen nun im September ihre Glasfaserleitung nutzen können. Foto: Oliver Hengst

Eigentlich sollten die ersten Haushalte dort bereits über ultraschnelle Glasfaseranschlüsse verfügen. Doch wie eine Unternehmenssprecherin auf Anfrage unserer Zeitung erklärte, werden die ersten Kunden „im September aktiv geschaltet. Zu der Verzögerung kam es, da es Schwierigkeiten bei der Lieferung von für die Fertigstellung notwendigen technischen Bauteilen gab.“

Die Versorgungslinien in den Straßen seien „im Wesentlichen fertiggestellt, sodass unser Fokus derzeit auf den Hausanschlüssen liegt“. Manche Kunden haben bereits Leerrohre im Haus liegen oder Termine für diese Arbeiten mitgeteilt bekommen – aber eben noch keine nutzbare Leitung. Wie manche in der Facebook-Gruppe „Wir sind Reckenfeld“ angeben, führt das nicht gerade zu Zufriedenheit. „So langsam wird es lächerlich“, schreibt einer.

Worauf die Bewohner der Blöcke C und D (eben diese erschließt Unitymedia derzeit) dringend warten: das Ende des Kriechtempos beim Surfen im Internet. Sind aktuell Geschwindigkeiten von unter 5 MBit pro Sekunde die Regel, sollen es durch die derzeit modernste aller Breitbandanbindungen (FTTB / Fiber to the Building) via Glasfaser demnächst bis zu 400 MBit pro Sekunde sein. Auch Fernsehen in HD-Qualität ist dann über diesen Weg möglich.

Laut Grevens Wirtschaftsförderer Stefan Deimann habe Unitymdia angekündigt, die nötigen Tiefbauarbeiten bis Ende August abzuschließen. Für die Glasfaserkabel, die bis zu den Häusern gelegt wurden, wurden nach seinen Angaben zum Teil auch Leerrohre der Stadtwerke genutzt, die bereits verlegt waren. Wo diese nicht zur Verfügung standen, hat Unitymedia die Straße öffnen müssen, um die Kabel in die Erde zu bringen.

Das Reckenfelder Glasfaserkabel musste an den Hauptstrang aus Richtung Münster angeschlossen werden. Wie das Telekommunikations-Unternehmen vor einigen Wochen den Kunden gegenüber angegeben hat, wollte man diese sensible Arbeit nicht während der laufenden Fußball-WM ausführen, um auszuschließen, dass – falls dabei etwas schief geht – tausende münsterische Kunden in die Röhre schauen. Doch auch etliche Wochen nach dem Endspiel sind noch immer keine Anschlüsse in Reckenfeld realisiert.

Der weitere Zeitplan sieht vor, die Gesamtbaumaßnahmen voraussichtlich bis Ostern 2019 abzuschließen. „Neue Kunden können jedoch weiterhin angeschlossen werden“, betont die Unternehmenssprecherin. Was Auskünfte über konkrete Kundenzahlen angeht, hält sich Unitymedia zurück. Nur soviel: „Über 40 Prozent der Haushalte“ in den neu erschlossenen Gebieten habe man als Neukunden gewinnen können. Wenn man von gut 1000 Haushalten in den beiden genannten Blöcken ausgeht, wären das somit mehr als 400 Kunden.

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