Einen Monat auf der M/S Charlotta B
Vom Planken-Putzer zum Steuermann

Greven -

Fynn Rathjen hat sich einen Traum erfüllt und seine Sommerferien auf See verbracht. Der Grevener, der die 12. Klasse des Berufskollegs in Rheine besucht, hat einen Monat als Praktikant auf dem Containerschiff M/S Charlotta B gelebt.

Montag, 03.09.2018, 19:33 Uhr aktualisiert: 03.09.2018, 19:40 Uhr
Fynn Rathjen (l.) hat ein Praktikum auf der Charlotta B (oben) absolviert.
Fynn Rathjen (l.) hat ein Praktikum auf der Charlotta B (oben) absolviert. Foto: Paula-Lina Taube

Auf dem 168 Meter langen Schiff der Reederei Bartels fuhr er zweimal von Hamburg nach Finnland, über Bremerhaven, den Nord-Ostsee-Kanal entlang nach Gdynia (Polen), dann St. Petersburg bis zum Zielhafen Helsinki und wieder zurück.

Die ersten zwei Wochen hieß es vor allem eines: Putzen, putzen, putzen. „Das Schiff war wirklich sehr sauber. Da hätte man selbst im Maschinenraum vom Boden essen können“, sagt Fynn Rathjen . Wohl auch dank der zwei Praktikanten, die die zwölfköpfige Crew an Bord vervollständigten.

Auf der zweiten Fahrt durfte Rathjen in den Maschinenraum, wo er unter anderem beim Ölwechsel und der Wartung der riesigen Motoren half. Nachdem das Deck geschruppt und das Öl gewechselt war, hat er sich am liebsten auf die Brücke gesetzt und mit der Besatzung geredet. Oder mit der Crew Playstation gespielt.

So läuft das wohl heutzutage auf See: keine knurrigen, alten Seebären, die Seemannsgarn stricken, sondern nette Ingenieure mit Spielekonsolen.

Als Passagier auf einem Containerschiff

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  • Foto: Gunnar A. Pier
  • Unterwegs auf dem Nord-Ostsee-Kanal

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Unterwegs auf dem Nord-Ostsee-Kanal

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Unterwegs auf dem Nord-Ostsee-Kanal

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Unterwegs auf dem Nord-Ostsee-Kanal

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  • Unterwegs auf dem Nord-Ostsee-Kanal

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Unterwegs auf dem Nord-Ostsee-Kanal

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Einfahrt von der Kieler Förde in die Schleuse Kiel-Holtenau am Nord-Ostsee-Kanal

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Frühstück!

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Im Hafen von Gdynia bei Danzig.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Im Hafen von Gdynia bei Danzig.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Im Hafen von Gdynia bei Danzig.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Im Hafen von Gdynia bei Danzig.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Im Hafen von Gdynia bei Danzig.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Hafenpromenade an der Mottlau in Danzig

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Hafenpromenade an der Mottlau in Danzig

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Piratenschiff auf der Mottlau in Danzig

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Rechtstädtisches Rathaus in Danzig

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Rechtstädtisches Rathaus in Danzig

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Straße Dtuga in Danzig

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Langgassertor in Danzig

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Am Morgen erreicht MS Charlotta den Hafen von Gdynia bei Danzig.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Am Morgen erreicht MS Charlotta den Hafen von Gdynia bei Danzig.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Am Morgen erreicht MS Charlotta den Hafen von Gdynia bei Danzig.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Am Morgen erreicht MS Charlotta den Hafen von Gdynia bei Danzig.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Am Morgen erreicht MS Charlotta den Hafen von Gdynia bei Danzig.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Am Morgen erreicht MS Charlotta den Hafen von Gdynia bei Danzig.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Es wird Nacht auf der Ostsee.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Arkona/Rügen.

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  • Kapitän Robert Suminski.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Besuch im Maschienraum.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Besuch im Maschienraum.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Besuch im Maschienraum.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Der nächste Lotse geht von Bord.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Der nächste Lotse geht von Bord.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Blick aufs U-Boot und Marineehrenmal Laboe

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  • Auf der Ostsee

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Schleuse in Kiel-Holtenau.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Schleuse in Kiel-Holtenau.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Rendsburg mit der riesigen Eisenbahnbrücke.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Rendsburg mit der riesigen Eisenbahnbrücke.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Rendsburg mit der riesigen Eisenbahnbrücke.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Rendsburg mit der riesigen Eisenbahnbrücke.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Rendsburg mit der riesigen Eisenbahnbrücke.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Rendsburg mit der riesigen Eisenbahnbrücke.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Lotsenstation Schülp am Nord-Ostsee-Kanal

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Unterwegs auf dem Nord-Ostsee-Kanal von Brunsbüttel nach Kiel.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Unterwegs auf dem Nord-Ostsee-Kanal von Brunsbüttel nach Kiel.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Unterwegs auf dem Nord-Ostsee-Kanal von Brunsbüttel nach Kiel.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Im Container-Terminal Bremerhaven.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Ryan L. Monterola ist Offizier auf der Charlotta.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Im Containerterminal Bremerhaven.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Im Containerterminal Bremerhaven.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Im Containerterminal Bremerhaven.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Im Containerterminal Bremerhaven.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Im Containerterminal Bremerhaven.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Im Containerterminal Bremerhaven.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Im Containerterminal Bremerhaven.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Der Lotse geht von Bord.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Feste Essenszeiten an Bord.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Unterwegs in der Deutschen bucht vor Cuxhaven.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Unterwegs in der Deutschen bucht vor Cuxhaven.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Unterwegs in der Deutschen bucht vor Cuxhaven.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Riesig: Ein Containerschiff der Reederei Hamburg Süd.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Riesig: Ein Containerschiff der Reederei Hamburg Süd.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Unterwegs in der Deutschen bucht vor Cuxhaven.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Riesig: Ein Containerschiff der Reederei Hamburg Süd.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Be- und Entladen geht schnell - mit riesigen Kränen.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Be- und Entladen geht schnell - mit riesigen Kränen.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Be- und Entladen geht schnell - mit riesigen Kränen.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Blick zurück auf den Burchardkai.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Blick zurück auf den Burchardkai mit der Köhlbrandbrücke im Hintergrund.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Blick zurück auf den Burchardkai mit der Köhlbrandbrücke im Hintergrund.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Blick zurück auf den Burchardkai.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Blick zurück auf den Burchardkai.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Abfahrt in Hamburg.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Noch liegt die MS Charlotta am Burchardkai im Hamburger Hafen.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Noch liegt die MS Charlotta am Burchardkai im Hamburger Hafen.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Noch liegt die MS Charlotta am Burchardkai im Hamburger Hafen.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Noch liegt die MS Charlotta am Burchardkai im Hamburger Hafen.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Containerterminal Burchard-Kai im Hafen Hamburg

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Noch liegt die MS Charlotta am Burchardkai im Hamburger Hafen.

    Foto: Gunnar A. Pier

Seit gut sieben Jahren interessiert sich Fynn Rathjen für die Schifffahrt. Auf der M/S Charlotta B hat der Schüler erfahren, wie es ist, auf See zu leben und zu arbeiten. Über und unter Deck.

Einmal hat der Kapitän das Schiff auf manuelle Steuerung geschaltet und dem 17-Jährigen das Steuer überlassen. Gut eine Stunde durfte er das Schiff mit einer Tragfähigkeit von 17 822 Tonnen übers Meer schippern. Dennoch sieht er sich später eher unter Deck: „Vor dem Praktikum wollte ich eigentlich als Offizier aufs Schiff, aber nach dem Praktikum würde ich doch lieber als Ingenieur in den Maschinenraum.“

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Dass ihm die Seefahrt nicht plötzlich auf den Magen schlägt, hat eine Seetauglichkeitsprüfung sichergestellt, die er mit seiner Bewerbung bei dem Ferien-Fahrer-Programm des Verbands Deutscher Reeder einreichte. In seinem Seemannsbuch mit der Liberischen Flagge, unter der das Schiff fährt, wurden alle Ein- und Ausstiegsdaten dokumentiert. In allen Häfen, in die die M/S Charlotta B einlief, konnte der Schüler von Bord gehen und die Stadt erkunden.

„Manchmal ist das Schiff aber nachts eingelaufen und früh morgens wieder aus, da habe ich dann nicht viel gesehen“, sagt er. Am besten hat ihm die russische Hafenstadt St. Petersburg gefallen. Allzu weit weg vom Schiff hat er sich aber nicht gewagt, denn wenn der Anruf kommt: „Wir legen früher ab“, heißt es, Beine in die Hand nehmen. Denn Rathjen weiß: „Das Schiff fährt auch ohne einen ab.“

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