Ein Motor der Städtepartnerschaft zwischen Greven und Montargis: Jean-René Coquelin
Ein Lied über die Grevener Luft

Greven -

Jean-René Coquelin (67) ist eigentlich Musiker. Seinen ersten Besuch stattete er Greven 1970 ab. Drei Jahren nach der Gründung des deutsch-französischen Städtebündnisses. „Damals war ich mit dem Orchester Harmony hier“, erinnert er sich, „als junger Mann.“

Montag, 10.09.2018, 20:40 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 10.09.2018, 20:36 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 10.09.2018, 20:40 Uhr
Jean-René Coquelin vor einem seiner Gemälde in der Rathausausstellung, die heute um 18 Uhr eröffnet wird.
Jean-René Coquelin vor einem seiner Gemälde in der Rathausausstellung, die heute um 18 Uhr eröffnet wird. Foto: Günter Benning

Jean-René Coquelin (67) war vor einiger Zeit in Berlin. „Da habe ich das Lied ‚Berliner Luft‘ gehört“, sagt der Künstler aus Montargis. Zuhause angekommen setzte er sich hin und komponierte eine Alternative: „Grevener Luft“. Welturaufführung ist beim Konzert der Musikschulen Greven und Montargis am Sonntag um 19 Uhr im Ballenlager.

50 Jahre Partnerschaft zwischen der Emsstadt und der 14 000-Einwohner-Stadt im Département Loiret – dazu gehören Menschen wie Coquelin.

Wenn die Grevener Montargis besuchen, trifft man sich gern bei dem Vize-Präsidenten der städtischen Kulturkommission. „Er kann so gut kochen“, sagt ein Bewunderer. Es heißt, er habe sogar Erfahrungen bei einem Sternekoch gesammelt.

Coquelin ist eigentlich Musiker. Seinen ersten Besuch stattete er Greven 1970 ab. Drei Jahren nach der Gründung des deutsch-französischen Städtebündnisses. „Damals war ich mit dem Orchester Harmony hier“, erinnert er sich, „als junger Mann.“

Danach hat er den Kontakt nach Deutschland erst mal verloren. „Die Arbeit im Orchester vertrug sich nicht mit den Partnerschaftsterminen“, sagt er.

Erst um die Jahrtausendwende knüpfte Coquelin regelmäßige Beziehungen mit Greven. Seitdem ist er jedes Jahr bei seinen Freunden an der Ems. Wenigstens drei Mal im Jahr will man sich treffen, sagt er. In diesem Jahr sind es schon vier Mal geworden: „Ça marche très bien, klappt doch sehr gut.“

Trotz der vielen Besuche – Deutsch spricht Coquelin nur spärlich. „Jedes Jahr drei neue Worte“, gibt er sein Ziel an. In 300 Jahren werde es dann reichen. Bisher funktioniert aber die Kommunikation auf englisch auch ganz prima.

Werden Städtepartnerschaften in Zeiten eines krisengeschüttelten Europa nicht immer wichtiger? Coquelin nickt, aber man merkt gleich, dass Politik kein Hauptthema für die Partnerschaft ist: „Wir pflegen die privaten Freundschaften.“

Aber weil diese Freundschaften oft in der älteren Generation entstanden sind, hält er es auch für wichtig, dass auch die jungen Leute Kontakt halten. „Über die Orchester findet ein Austausch statt“, sagt er. Und die Schüler würden sich gut verstehen. Am Wochenende wird auch eine Gruppe französischer Musikschüler zur Jubiläumsfeier kommen.

In Greven stellt der pensionierte Allrounder Bilder aus, gemeinsam mit einer Gruppe von acht Künstlern aus der Partnerstadt. Die Ausstellung wird heute Abend um 17.30 Uhr im Rathaus eröffnet.

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