Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“
Silber für engagierte Gimbter

Gimbte -

Gimbte hat beim Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ Silber gewonnen. Bezirksausschussvorsitzender Johannes Wilp ist mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Silber auf Landesebene sei das Beste, was Gimbte bisher erreicht habe.

Dienstag, 11.09.2018, 12:00 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 11.09.2018, 11:37 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 11.09.2018, 12:00 Uhr
Beim Rundgang durchs Dorf erfuhren die Kommissionsmitglieder einige Besonderheiten über das Dorf Gimbte – und lernten das Dorf von seiner besten Seite kennen.
Beim Rundgang durchs Dorf erfuhren die Kommissionsmitglieder einige Besonderheiten über das Dorf Gimbte – und lernten das Dorf von seiner besten Seite kennen. Foto: Luca Pals / Oliver Hengst

Für Bürgermeister Peter Vennemeyer stand das Ergebnis schon vorher fest: „Für mich haben die Gimbter schon gewonnen, toll wie das Dorf sich präsentiert hat“, schrieb er via Facebook, noch während er in Bad Sassendorf (Haus Düsse) zusammen mit dem Landrat und einer Delegation aus Gimbte auf die Bekanntgabe der Ergebnisse des Landeswettbewerbs „ Unser Dorf hat Zukunft“ wartete.

Wenig später stand dann fest: Gimbte hat Silber gewonnen. Vennemeyer jubilierte: „Eine klasse Leistung und Vorstellung des Dorfes. Macht mich als Bürgermeister auch sehr stolz! Das ist für die Gimbter sicherlich ein Ansporn in ihren Bemühungen, als Dorf erlebbar zu bleiben und weiterzumachen. Herzlichen Glückwunsch!“

Auch Uta Ahrens ist mehr als zufrieden. Die Grevenerin arbeitet beim Raumplanungsamt des Kreises und hat für den Wettbewerb Koordinationsaufgaben sowie die Betreuung Gimbtes übernommen. „Silber ist ein super Ergebnis. Gimbte ist für die Zukunft sehr gut aufgestellt.“ Die laufenden Projekte des Dorf-Innen-Entwicklungskonzeptes belegten dies. Jedes Dorf habe seine Besonderheit, in Gimbte sei dies unter anderem die Baukultur. „Man muss ja wirklich sagen: Das ist ein sehr schöner Ort, historisch gewachsen.“ Besonders erwähnenswert: Bestrebungen, für ältere Gebäude Nachnutzungen zu finden. Auch an vielen anderen Stellen gebe es wertvolle Bemühungen, das Dorf fit für die Zukunft zu machen. „Da ist Gimbte schon vorbildlich.“

Bezirksausschussvorsitzender Johannes Wilp ist mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Silber auf Landesebene sei das Beste, was Gimbte bisher erreicht habe. Ja, die Goldmedaille habe es auch schon mal gegeben, diese aber „nur“ auf Kreisebene. Auf Landesebene hatte Gimbte bei der Erstteilnahme Bronze geholt und diese nun mit Silber getoppt. „Wir haben auf der Rückfahrt schon gefrotzelt“, sagt Wilp. Sprich: Nach Bronze und Silber müsse beim nächsten Mal eigentlich Gold drin sein. Das nächste Mal kann sich Gimbte in drei Jahren bewerben. „Ich sehe das aber noch nicht, dass wir da schon wieder dabei sind. Wir sollten eher etwas Zeit ins Land streichen lassen“, wirbt Wilp. Zunächst sollte man einige DIEK-Projekte umsetzten.

Und auch dies betont er: Die Teilnahme habe viel Arbeit bedeutet. Diese sei nur zu schultern gewesen, weil viele mitgeholfen hätten. „Das war eine Gemeinschaftsaktion.“ Deutlich sei dies schon bei der Präsentation deutlich geworden: Dort hätten 14 Personen unterschiedlichen Alters Projekte und Themen des Dorfes vorgestellt. „Wir sind da breit aufgestellt“, freut sich Wilp.

Was vom Wettbewerb hängen bleibe, sei genau dieses Engagement der Gimbter. „Das hat alles Hand und Fuß“, sagt Wilp. „Das sollte Motivation sein für all das, was mit dem DIEK noch an Aufgaben auf uns zu kommt.“ Denn dies sei offensichtlich, so Wilp: DIEK und die Wettbewerbsteilnahme seien eng miteinander verzahnt.

Die Silbermedaille geht einher mit einem 750-Euro-Geldpreis. Es gibt die Idee, das Geld für die Beleuchtung einer selbst gebauten Fachwerk-Haltestelle (Ortsausgang nach Sprakel) zu verwenden. Noch ist das aber nicht fix.

Gimbte hat neben Silber auch noch einen Sonderpreis Landwirtschaft abgeräumt. „Landwirtschaft ist bisweilen ja ein bisschen verpönt. Wir aber sind da beim Besuch der Kommission sehr offensiv mit umgegangen“, sagt Wilp. Das habe sich offensichtlich im Sonderpreis niedergeschlagen.

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