Warten auf die Partner aus Montargis
Große Bühne für Radler

Greven -

Der Bus aus Frankreich brauchte etwas länger. Am Freitag wurden als erstes Grevener Radler empfangen, die aus Montargis angeradelt waren.

Freitag, 14.09.2018, 19:50 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 14.09.2018, 19:43 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 14.09.2018, 19:50 Uhr
Sieben Grevener Radler waren die ganze Strecke von Montargis aus per Renn-Leeze gefahren.
Sieben Grevener Radler waren die ganze Strecke von Montargis aus per Renn-Leeze gefahren. Foto: Günter Benning

Die Feuerwehr aus Montargis war schon da. „Pompier“ Laurent Collard: „Eigentlich kommen wir immer zum Karneval.“ Diesmal sind die Wehrleute aus Grevens Partnerstadt zu einer ernsteren Gelegenheit gekommen: 50 Jahre Partnerschaft. Am Niederort wurde es gestern ein bischen gefeiert wie beim Karneval: Freibier und leckere Häppchen.

Auf der Bühne spielte Dirk Pomplun, Vorsitzender des Partnerschaftskomitees, das Spielchen „Warten aufs Christkind“ in abgewandelter Form. Denn der Bus mit der offiziellen Delegation aus Montargis steckte samt jungen Musikern und Ratsmitgliedern noch auf der Autobahn. Freitagnachmittag – das konnte dauern.

Dafür tummelten sich aber schon jede Menge Deutsche und Franzosen im Brunnenrund, das ausnahmsweise trocken gestellt wurde. Küsschen hier, Küsschen da. Die Begrüßung waren wie unter alten Freunden herzlich.

Auf seinem Elektromobil gesellte sich auch ein Gründungsmitglied der Partnerschaft in die Runde. Helmut Becker-Wildenroth (91) genoss die freundlichen Grüße etwa von Alain und Chantal Simon von den „Amis de Greven“, die er erst gar nicht erkannte: Ein Augenleiden.

Dann rollten unter Polizeischutz die sieben Grevener Radler ein, die in den letzten Tagen quer durch Frankreich von Montargis auf Jubiläumstour waren. „720 Kilometer, 8000 Höhenmeter“, erklärte Wolfgang Klaus. Den Herren der Räder hat es nicht geschadet. „Ich glaube, ich habe sogar zugenommen“, meint Klaus.

Das muss man dann wohl auf die Gastfreundschaft der Freunde in Montargis zurückführen. Man sei besonders gut behandelt worden, sagt der Radler, „das gibt es selten“. Etwas anstrengender war allerdings, musste ein anderer zugegeben, waren doch die französischen Nebenstraßen: „Rauer Belag, viele Schlaglöcher.“ Das tat den dünnen Reifen weh.

Gastfreundlich zeigen sich natürlich nicht nur die Franzosen, sondern auch die Deutschen. Stevens Gomes Familie etwa rückt während des Jubiläums ganz dicht zusammen. Der SPD-Politiker und Mitglied im Partnerschaftskomitee: „Alle schlafen in einem Zimmer.“ Die Feuerwehrleute aus Montargis bekommen die Kinderzimmer. Bei den Nachbarn ist es auch so. Immerhin kann man da sicher sein, dass im Brandfall alles passt.

Heute übrigens ist unter anderem Spiel ohne Grenzen (ab 15 Uhr) auf den Emswiesen. Teilnehmen wird auch eine Delegation vom deutsch-niederländischen Korps aus Münster. Sportlehrer Peter Vriesema hat sein Team trainiert.

Auf Holländisch konnten sie mit Pünte Annika parlieren. Sie arbeitet in den Niederlanden.

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