Reckenfelder Treff: Dziersk zum Isenheimer Altar
Ein Hauptwerk der Renaissance

Reckenfeld -

„Die Renaissance nördlich der Alpen — von van Eyck bis Grünewald“ – diesem Thema widmet sich Kunsthistoriker Dr. Martin Dziersk auf Einladung des Vereins „Reckenfelder Treff“ am Freitag, 21. September, im Landhaus Rickermann. Der Bildervortrag, der sich insbesondere dem Isenheimer Altar widmet, beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt kostet 12 Euro, Karten gibt es wie üblich ausschließlich an der Abendkasse.

Montag, 17.09.2018, 08:40 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 17.09.2018, 08:36 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 17.09.2018, 08:40 Uhr
Der Isenheimer Altar in Gänze (oben) und ein Ausschnitt davon: Dziersk will zum erweiterten Verständnis auf viele Details eingehen.
Der Isenheimer Altar in Gänze (oben) und ein Ausschnitt davon: Dziersk will zum erweiterten Verständnis auf viele Details eingehen.

Dziersk schreibt in seiner Vorschau auf den Vortrag: „Für einen Künstler der Renaissance war ein Geburtsort nördlich der Alpen lange Zeit geradezu ein Makel. Italien war das künstlerische Mekka, in das dann auch folgerichtig viele Nord-Vertreter der Zunft regelrecht pilgerten, um zu studieren, sich handwerklich auszubilden oder sich ganz einfach unter südlicher Sonne inspirieren zu lassen. Doch sind die künstlerischen „Nordlichter” daher eher als zweitrangig einzustufen? Mitnichten! Auch sie schufen Werke von allerhöchstem Rang mit zum Teil atemberaubendem intellektuellem Tiefgang.

Als Mathis Gothart Nithart, genannt Grünewald, in den Jahren von 1512 bis 1516 die Bildtafeln des so genannten Isenheimer Altars schuf, konnte er kaum ahnen, dass sein Werk einmal in einem musealen Rahmen rund eine Viertelmillion Besucher pro Jahr anlocken würde, denn zu deren Erbauung hatte er es nun wahrlich nicht geschaffen. Vielmehr hatte es im Rahmen der ganz speziellen Krankenpflege der Antoniter-Mönche eine besondere Aufgabe zu erfüllen, der Begriff Psychotherapeutikum hat hier durchaus seine Berechtigung.

Vieles ist schon geschrieben worden über dieses Werk, das zu Recht als eines der Hauptwerke der Renaissance bezeichnet wird. Doch oftmals bleiben dabei dennoch Details unberücksichtigt, die zu einem erweiterten Verständnis jedoch unerlässlich sind.“

Dziersk und der Reckenfelder Treff laden ein zu einer „Lesereise” durch faszinierende Bildprogramme, um das vielleicht bereits Gewusste um ein paar (entscheidende?) Aspekte zu erweitern. Vermutlich wird es einige Überraschungen geben. Wer den Referenten kennt, kann da sogar ziemlich sicher sein.

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