Schreiben an den Bürgermeister
Mehrheit für ein Begegnungszentrum

Reckenfeld -

Das Stichwort „Bürgerzentrum“ ließ die Emotionen hochkochen. Genauer gesagt der Umstand, dass ein solches im städtebaulichen Wettbewerb zur Bebauung des Sport- und Schulareals gar nicht vorgesehen ist. Bei der Infoveranstaltung am Dienstagabend gab es daher reichlich Gegenwind für die Stadtverwaltung.

Freitag, 21.09.2018, 15:50 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 21.09.2018, 15:50 Uhr
Die Sportplätze und das Schulareal sollen überplant werden. Dafür wird ein städtebaulicher Wettbewerb durchgeführt. Über die Vorgaben wird intensiv gestritten.
Die Sportplätze und das Schulareal sollen überplant werden. Dafür wird ein städtebaulicher Wettbewerb durchgeführt. Über die Vorgaben wird intensiv gestritten. Foto: Geonetz Greven

Dieser ebbt auch nicht ab, denn Anträge für ein solches Bürgerzentrum gab es schon vor Jahren – und es gibt es auch aktuell. Es soll bereits einen interfraktionellen Antrag zum Thema gegeben haben, sagte Ernst Reiling (Reckenfeld direkt) am Rande der Veranstaltung. Seine Fraktion hat nun noch einen weiteren Antrag nachgereicht, in dem erneut eine „Ortsteilbegegnungsstätte mit inkludierten Räumen für die Jugendarbeit“ gefordert wird. Bereits im Projekt 2020 sei der Wunsch nach einem solchen Treffpunkt deutlich geworden. „Wie auch im Hansaviertel mit circa 3000 Einwohnern ist ein Ortsteilbegegnungszentrum bei über 8000 Einwohnern unverzichtbar“, heißt es in dem Antrag.

Auch der Reckenfelder Bürgerverein hat im Juli diesen Jahres einen entsprechenden Vorstoß Richtung Bürgermeister unternommen. Das Schreiben wurde von Vertretern aller (!) Parteien (Ausnahme: Die Linke) mitunterzeichnet. Darin wurden Erwartungen zum städtebaulichen Wettbewerb geäußert, unter anderem diese: „Die teilnehmenden Architekten sollen die ehemalige Hauptschule oder Teile davon mit in ihre Planungen einbeziehen. Sie sollen die Auflage erhalten, ein Begegnungszentrum mit einzuplanen, wie es im Grevener Hansaviertel bereits besteht. Eine Prüfung der Sanierung des Hauptteils der Schule ist sinnvoll, jedoch sollte ein Neubau nicht ausgeschlossen werden.“

In der Infoveranstaltung am Dienstag verwiesen einige Besucher auch auf die nicht unerheblichen Kosten für den Wöstenpark. Die Botschaft: Wenn die Stadt für so etwas Geld hat, dann doch wohl auch für ein Bürgerhaus in Reckenfeld. Deutlich wurde bei der Versammlung auch: Es geht nicht nur um Räume (die gleichwohl dringend gebraucht werden), sondern es geht um einen Treffpunkt in der Ortsmitte. Ob dieser dann Bürgerhaus oder Begegnungsstätte heißen soll, scheint von untergeordneter Bedeutung zu sein.

Gleiches gilt offenbar auch für die Frage, ob die alte Schule dafür genutzt werden oder lieber ein Neubau errichtet werden soll. Ein lange Zeit kaum denkbarer Abriss scheint seinen Schrecken verloren zu haben – wenn es denn ein Begegnungszentrum als Ersatz gibt.

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