Besuch in Großgärtnerei
Hummeln helfen Tomaten

Reckenfeld -

Ohne Hummeln gibt es keine Tomaten. Das wurde der Reckenfelder Kolpingsfamilie im Gartenbaubetrieb Schräder bewusst.

Mittwoch, 26.09.2018, 07:20 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 26.09.2018, 07:15 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 26.09.2018, 07:20 Uhr
Die Kolpingsfamilie und ihre Gäste durften sich im Gartenbaubetrieb umsehen und erhielten Infos aus erster Hand.
Die Kolpingsfamilie und ihre Gäste durften sich im Gartenbaubetrieb umsehen und erhielten Infos aus erster Hand. Foto: Privat

Die Kolpingsfamilie Reckenfeld wurde mit ihren Gästen zu Beginn des Besuchs beim Gartenbau-Familienbetrieb Schräder an der Schemdehausener Straße in Greven von Chef Hubert Schräder persönlich begrüßt. Er führte die Besucher durch den in der achten Generation geführten Familienbetrieb.

Die Produktion am jetzigen Standort, so berichtete Hubert Schräder, findet seit Februar 2016 auf einer Fläche von 15 000 Quadratmetern in drei Abteilungen statt. Tomaten, Gurken und Paprika werden hier aufgezogen. Der Absatz findet heute nur noch zu einem Drittel der Produktion in loser Form statt, alles andere verlässt bereits verpackt den Betrieb. Dieses geschieht in erster Linie auf Wunsch des belieferten Großhandels.

Der Anbau der Pflanzen erfolgt auf Substrat aus Gesteinen, Perliten und mehr. Diese speichern rund 50 Prozent des Wassers. Der für den Wuchs der Pflanzen notwendige Dünger wird mit dem Wasser zugeführt. Ein vorhandener Teich mit einem Fassungsvermögen von 3500 Kubikmeter ist für den täglichen Wasserbedarf von 150 Kubikmeter zuständig. Für eine durchgehende Ernte ist eine kontinuierliche Wasserzufuhr erforderlich. Diese ist über ein Notstromaggregat abgesichert, denn ein Ausfall der Wasserversorgung kann nur rund eine Stunde überbrückt werden. Wird diese Zeit überschritten, entsteht ein Kulturschaden an den Pflanzen.

Über Entkeimung mittels einer UV- Anlage ist die Wiederverwendung des zurückfließenden Brauchwassers möglich. Der für die Bewirtschaftung erforderliche hohe Energiebedarf wird zu hohen Anteilen durch die Biogasanlage in der Nachbarschaft gedeckt. Ein Energieschirm im Gewächshaus spart etwa 25 Prozent der einzusetzenden Energie.

Durch diese optimalen Bedingungen wächst eine Tomatenpflanze 30 Zentimeter in der Woche. Sie benötigt von der Blüte bis zur Ernte acht bis zehn Wochen. Zur Befruchtung werden Hummelvölker eingesetzt.

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