Oberstufe der Gesamtschule mit 44 Schülern gestartet
„Wir müssen uns etablieren“

Greven -

60 Schüler für die neu gründete Oberstufe – das war eigentlich das Ziel. Bei 44 ist die Schule nun gelandet. „Das ist unter den Erwartungen“, räumt Ingo Koschinski unumwunden ein. Er ist seit dem Sommer neuer „Abteilungsleiter 4“, also für die Oberstufe zuständig.

Donnerstag, 27.09.2018, 16:00 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 26.09.2018, 19:40 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 27.09.2018, 16:00 Uhr
Ingo Koschinski ist an der Gesamtschule für die Oberstufe zuständig. Im Sommer sind 44 Schüler in die neue elfte Klasse gewechselt – deutlich weniger als erhofft. Doch die Zahlen, da ist er sicher, werden in den kommenden Jahren steigen.
Ingo Koschinski ist an der Gesamtschule für die Oberstufe zuständig. Im Sommer sind 44 Schüler in die neue elfte Klasse gewechselt – deutlich weniger als erhofft. Doch die Zahlen, da ist er sicher, werden in den kommenden Jahren steigen. Foto: Oliver Hengst

44 Schüler, die an der Gesamtschule ihr Abitur bauen wollen – damit hat die Schule knapp die gesetzliche Mindestmarke von 42 überboten. Theoretisch hätten bis zu 100 Plätze vergeben werden können. „Wir gehen davon aus, dass sich die Zahl in den nächsten Jahren erhöhen wird“, sagt Koschinski , der Mathe und Sozialwissenschaften unterrichtet. Im aktuellen Zehner-Jahrgang sei absehbar, dass eine spürbar höhere Zahl von Schülern die Empfehlung für die Oberstufe erhalte.

Und nicht zu unterschätzen: Es muss sich außerhalb der Schule erstmal rumsprechen, dass es an der Grevener Gesamtschule (die auch bald ganz offiziell Nelson-Mandela-Gesamtschule heißt) nun ein Oberstufen-Angebot gibt. „Wir müssen uns etablieren“, formuliert Koschinski das Ziel. Wenn man das Profil schärfe, und erst recht wenn die ersten Schüler ihr Abi an der Gesamtschule gebaut hätten, dann werde man auch „anders wahrgenommen“.

Dann, so hofft der Oberstufenleiter, werden auch mehr externe Schüler an die Oberstufe der Gesamtschule wechseln. Im Sommer zählte man gerade mal vier Anmeldungen angehender Elfer.

Unter der überschaubaren Zahl sollen die Möglichkeiten der Differenzierung aber nicht leiden. „Wir können alles anbieten, was wir uns vorgenommen haben“, sagt Koschinksi, der seit drei Jahren an der Schule tätig ist und nun das Schulleitungs-Team verstärkt. Die geringe Schülerzahl habe den positiven Nebeneffekt kleiner Kurse, in denen konzentriert gelernt werden könne. „Und wir legen viel Wert auf Beratung.“ Diesem Anspruch könne man in dieser Situation besonders gut gerecht werden.

Im neuen Anbau (vis a vis der neuen Mensa, die gerade hochgezogen wird) habe man drei Kursräume mit neuester digitaler Ausstattung bezogen – räumlich ist also alles bestens präpariert. Auch an Lehren mangelt es nicht. Von Problemen, Stellen zu besetzen, ist die Gesamtschul-Oberstufe bislang verschont geblieben.

Vor den Sommerferien haben die angehenden Oberstufenschüler zwei Projektwochen eingelegt – nach der offiziellen Zeugnisübergabe, also quasi in der Freizeit. Die beiden Wochen dienten der Vorbereitung auf eine deutlich veränderte Lernsituation in der Oberstufe, in der es keine Klassen mehr gibt, sondern (fast) nur noch Kurse. Und natürlich andere, anspruchsvollerer Methoden. Eine Übernachtungsfahrt diente auch dem Kennenlernen. Denn vorher kannte man sich mitunter nur flüchtig, man ging eben „nur“ in die Parallelklasse, jetzt sitzt man im Kurs nebeneinander und paukt gemeinsam fürs Abi. Nach den Ferien ging die fachliche Vorbereitung weiter. Wie funktioniert der grafische Taschenrechner, wie recherchiert man für eine Facharbeit? Wie präsentiert man seine Ergebnisse? Die 44 sind gerüstet für das Projekt Oberstufe.

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