Zwei neue Kunstwerke für den Ems-Skulpturenpark
Meeresfische am Emsdeich

Greven -

Hellblaue Bänke, die rot werden. Schwertwale, die dem Thunfisch ähneln. Warum nicht? Kunst ist variabel. Und findet meist im Kopf statt. Am Sonntagmorgen zur Brunchzeit vor dem Rathaus und auf dem Emsdeich: Manfred Schlüters dritte Bank und Anne Husters Fisch-Trio feiern Premiere.

Montag, 01.10.2018, 20:35 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 30.09.2018, 16:12 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 01.10.2018, 20:35 Uhr
Wie kommt die Keramik an den Schiefer? Zwei Experten fachsimpeln an Anne Husters Fisch-Skulptur auf dem Emsdeich.
Wie kommt die Keramik an den Schiefer? Zwei Experten fachsimpeln an Anne Husters Fisch-Skulptur auf dem Emsdeich. Foto: Günter Benning

Manfred Schlüter , der Wellenbank-Künstler weilte auf einer Radtour durch die Provence. Seine Frau Barbara übernahm das Enthüllen seiner Bank vor dem Rathaus. Das, so Bürgermeister Peter Vennemeyer, liege zwar nicht auf dem Emsdeich, diene aber als Eintrittstor. Und hat ja mit den Picassos des Stifters Lauscher im kleinen Sitzungssaal auch eine schöne Kunstleihgabe vorzuweisen.

Die Wellenbank wurde von der Sparkasse gesponsert, weshalb sie – was Wunder – von hellblau in HKS13 umgespritzt wurde, dem Kassen-Rot. „Sieht auch besser aus“, sagte Annegret Lang aus der Organisatorengruppe rund um Pons Beuning, die den Skulpturenpark vervollständigt.

Schwergewichtig sind die drei Steinfische von Anne Huster , die am Emsdeich auf Höhe der Flüchtlingscontainer aufgestellt wurden. Die zierliche Künstlerin aus Havixbeck – und die groben Schieferkunstwerke mit den kunstvoll integrierten Emaille-Teilen. Größer kann ein Gegensatz nicht sein. Vorher, sagt Organisatorin Annegret Lang, habe sie „nur kleine Sachen für den Garten und die Wohnung“ hergestellt. Als Huster der Anruf von Pons Beuning in Australien ereilte, ob „sie auch drei Meter große Kunst“ machen könne, habe sie trotzdem spontan zugesagt.

Den Sponsoren Klaus Schlüter (Architektengruppe Schlüter) hatte an Husters Kunst das Material begeistert: „Wir arbeiten ja auch mit Stein – aber nur für den Wohnungsbau.“ Anne Huster belässt die Natur, wie sie ist. Auf der Suche nach Steinen, die wie Fische aussehen, habe sie bei Aachen den beteiligten Baggerfahrer lange suchen lassen müssen.

Organisatoren und Künstler dankten vor allem Klaus Feldmann von der Stadt und den Mitarbeiterin der Technischen Betriebe Grevens. Denn sie hatten innerhalb kürzester Zeit die Standorte der beiden Kunstwerke hergerichtet – teilweise musste gepflastert werden.

„Das nächste Kunstwerk ist schon in Arbeit“, sagte gestern auf dem Deich Werner Peters von der Organisatorengruppe. „Ernie Huesmann kann es vielleicht noch in diesem Jahr aufstellen.“ Für noch mehr Kunst sucht derweil Bürgermeister Peter Vennemeyer weitere Sponsoren, „die sich gern um ein paar Euros erleichtern wollen.“

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