Tobias Sudhoff tritt in Greven auf und bringt seinen Freund Ron Williams mit
Heimspiel eines Tausendsassas

Greven -

Er ist Koch, Musiker, Kabarettist – und zaubern kann er offenbar auch. Wie anders ist zu erklären, dass er – obwohl auch sein Tag nur 24-Stunden hat – all dies und obendrein noch Familie und ausgefallene Hobbys unter einen Hut bekommt? Ein Hausbesuch bei Tobias Sudhoff.

Dienstag, 02.10.2018, 10:30 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 02.10.2018, 10:30 Uhr
Und zwischendurch hat er sogar noch Zeit für einen Pressetermin: Wahl-Grevener Tobias Sudhoff, der Koch, Musiker und Kabarettist ist – unter anderem.
Und zwischendurch hat er sogar noch Zeit für einen Pressetermin: Wahl-Grevener Tobias Sudhoff, der Koch, Musiker und Kabarettist ist – unter anderem. Foto: Oliver Hengst

Wo nimmt der Mann nur die Zeit her? Und: woher die Energie? Tobias Sudhoff lehrt an der Fachhochschule, ist Küchenchef in der Surenburg, macht Kabarett und Entertainment, organisiert das Jazz-Festival in Rheine und ist nicht ganz nebenbei Jazz-Musiker mit Herz und Seele. „Alles andere würde gähnende Langeweile bedeuten“, sagt der Wahl-Grevener zu den vielen Baustellen, die er gleichzeitig beackert. „Ich könnte mir nicht vorstellen, auch nur eine Sache davon nicht zu machen. Es würde was fehlen“, ist sich der Tausendsassa sicher. Die vielfältige Mischung, die sein prall gefüllter Terminkalender Woche für Woche bereithält, empfindet er als „zutiefst glückbringend“. Nebenbei hat der Mann übrigens noch Zeit für ausgefallene Hobbys wie Orchideenzucht und Spinnenhaltung. Und die Familie nebst kleiner Tochter erfordert natürlich auch Aufmerksamkeit.

Wie er das unter einen Hut bekommt? Sein Geheimnis. Aber er schafft es halt. Und deshalb warf es ihn auch nicht aus der Bahn, als ihn vor einigen Tagen die Nachricht ereilte, dass Greetje Kauffeld erkrankt ist. Nicht ernst, aber so schwer, dass sie das Konzert in Greven absagen musste. Dort wollte sie am Freitag mit Sudhoff und seinem Trio auftreten.

Da Sudhoff nicht nur viel unterwegs, sondern auch gut vernetzt ist, konnte er schnell Ersatz organisieren. Sein Freund Ron Williams springt ein. Sudhoff arbeitet seit vielen Jahren mit ihm zusammen, rief ihn kurzerhand an, und Ron Williams – auch nicht gerade unterbeschäftigt – sagte spontan zu.

Für Freitagabend bedeutet dies, dass das Publikum statt swingendem Jazz (den Kauffeld präsentiert hätte) eher souligen Jazz erwarten darf. Und auf ein paar unterhaltsame Einlagen, denn Sudhoff und Williams haben beide Spaß daran, ihre humorige Ader auszuleben.

Ron Williams dürfte vielen als TV- und Radiomoderator bekannt sein. Nur eine von vielen kreativen Spielwiesen, auf denen er sich austobt. Er wirkt als Darsteller in Musicals mit (etwa: „Die Nelson Mandela Story“), ist gefragter Schauspieler für Bühnen- und TV-Produktionen, nimmt als Talkshowgast Stellung (so neulich bei Sandra Maischberger zum Thema Alltagsrassismus) – und er tourt als Sänger.

Als solcher kommt er am Freitagabend nach Greven. Tobias Sudhoff verrät, worauf sich das Publikum freuen darf: auf einen authentischen Künstler, der es auch handwerklich drauf hat. „Das ist kein eingeübter Scheiß, sondern alles echt.“ Das ist Williams wichtig – und Tobias Sudhoff gleichermaßen. Ob Kleinkunstbühne, riesiges Festival oder in Sudhoffs Fall Gastronomie-Gäste: „Du musst da immer mit einer anderen Haltung und Energie rangehen und Dir klar machen, was Du gerade tust.“ Das Publikum registriere sehr fein, wenn man nur abspule. Sudhoff weiß: Jeder Abend, jedes Publikum ist anders.

Ron Williams gehöre zu jenen Persönlichkeiten, die keinerlei Berührungsängste hätten. Im Gegenteil: „Er versteht es, schnell Nähe zum Publikum herzustellen“, sagt Sudhoff. So wie er sich auf der Bühne präsentiere, so sei er auch backstage. „Das ist der Typ. Der ist einfach so.“

Karten für das Konzert am Freitag (20 Uhr, Kulturschmiede) sind im Vorverkauf (unter anderem Greven Marketing, ✆ 13 00) für 20 Euro und an der Abendkasse für 23 Euro zu haben.

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