Gemeindeversammlung in St. Josef
Neue Kirche – neue Wege

Greven -

Der Abriss der Josef-Kirche wird voraussichtlich im Februar des kommenden Jahres über die Bühne gehen. Dies und Anderes waren Themen der Gemeindeversammlung der Martinus-Gemeinde am Montagabend in der Josef-Kirche, die harmonisch und sachlich über die Bühne ging.

Dienstag, 09.10.2018, 16:43 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 09.10.2018, 16:30 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 09.10.2018, 16:43 Uhr
Das Interesse an der Gemeindeversammlung, wo es hauptsächlich um die Zukunft der St.-Josef-Gemeinde ging, war sehr gut besucht. Die Versammlung verlief harmonisch und sachlich und ohne Zwischenfälle.
Das Interesse an der Gemeindeversammlung, wo es hauptsächlich um die Zukunft der St.-Josef-Gemeinde ging, war sehr gut besucht. Die Versammlung verlief harmonisch und sachlich und ohne Zwischenfälle. Foto: Gunnar A. Pier

Nein, er brachte das Wort nicht heraus. Obwohl eben dies mit im Mittelpunkt des Abends stand. Das Wort „Abriss“ nahm Pfarrer Klaus Lunemann nicht in den Mund. Aber es ist unausweichlich: Der Abriss der Josef-Kirche wird voraussichtlich im Februar des kommenden Jahres über die Bühne gehen. Dies und Anderes waren Themen der Gemeindeversammlung der Martinus-Gemeinde am Montagabend in der Josef-Kirche.

Die Kirche war sehr gut besetzt, zahlreiche Gemeindemitglieder waren sicherlich aufgrund der angekündigten Informationen zur Zukunft der Josef-Kirche gekommen. „Die Entscheidung ist gefallen, jetzt geht es darum, den weiteren Weg zu skizzieren“, begrüßte Lunemann die Gemeindemitglieder.

Die Entscheidung, die bestehende Kirche abzureißen und eine neue Kirche mit Pfarrzentrum zu bauen, sei in einem langen Prozess gefallen. „Und diese Entscheidung ist im Miteinander gefallen. Der Bischof wird nie in eine Gemeinde hinein regieren“, betonte Lunemann. Einige hätten in diesem Prozess gar den gesamten Standort St. Josef in Frage gestellt. Man könne sich freuen, dass die Gemeinde eine kleinere, neue Kirche bekomme, das gebe es nirgendwo mehr. „Die, die entschieden haben, sind keine kalten Technokraten. Wir haben den Standort St. Josef gerettet“, betonte der Pfarrer.

Gemeindeversammlung 2018 in der St.-Josef-Kirche

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  • Ende Januar 2019 soll die St.-Josef-Kirche profaniert werden.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Auf der Gemeindeversammlung am 8. Oktober 2018 ging es unter anderem um den Abriss und Neubau der St.-Josef-Kirche.

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  • Der Pfarreiratsvorsitzende Dr. Frank Möllmann stellte die Pläne vor.

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  • Klaus Lunemann

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  • Pastoralreferent Matthias Brinkschulte

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  • Dr. Frank Möllmann

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  • Klaus Lunemann

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  • Der Sachausschuss Gemeindeentwicklung (von links: Stephan Wegmann, Veronika Hajek, Heike Wesseler, Sarah Ottenjann und Lea Elfereich) bei der Gemeindeversammlung am 8. Oktober 2018 in der St.-Josef-Kirche Greven.

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  • Pastoralreferentin Maria Wagner

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  • Pastoralreferent Matthias Brinkschulte

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  • Dr. Frank Möllmann

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  • Dr. Frank Möllmann

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Gemeindeversammlung am 8. Oktober 2018 in der St.-Josef-Kirche Greven

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Gemeindeversammlung am 8. Oktober 2018 in der St.-Josef-Kirche Greven

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Gemeindeversammlung am 8. Oktober 2018 in der St.-Josef-Kirche Greven

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  • Pastoralreferent Matthias Brinkschulte

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  • Klaus Lunemann

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  • Gemeindeversammlung am 8. Oktober 2018 in der St.-Josef-Kirche Greven

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Gemeindeversammlung am 8. Oktober 2018 in der St.-Josef-Kirche Greven

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Klaus Lunemann

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  • Gemeindeversammlung am 8. Oktober 2018 in der St.-Josef-Kirche Greven

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Klaus Lunemann

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Der Sachausschuss Gemeindeentwicklung (von links: Klaus Lunemann, Stephan Wegmann, Veronika Hajek, Heike Wesseler, Sarah Ottenjann und Lea Elfereich) bei der Gemeindeversammlung am 8. Oktober 2018 in der St.-Josef-Kirche Greven.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Gemeindeversammlung am 8. Oktober 2018 in der St.-Josef-Kirche Greven

    Foto: Gunnar A. Pier

"Gewisse Traurigkeit"

Grundsätzlich betonte er, dass alle anderen Vorschläge zur Zukunft der Kirche sich als nicht umsetzbar erwiesen hätten. „Natürlich wird nach dem Abriss eine gewisse Traurigkeit bei den Gemeindemitglieder vorhanden sein, aber für das, was wir wollen, wäre die Erhaltung der Kirche der falsche Weg gewesen.“

20.000 Katholiken in Greven

Dr. Frank Möllmann, Vorsitzender des Pfarreirates, hatte im Vorfeld die veränderte Situation in der Gemeinde aufgezeigt. In Greven gebe es rund 20.000 Katholiken, doch die Zahl derer, die sich an der Gemeinde beteiligten, sei sehr gering. „Wir müssen daher weg von einer Kirche, die auf einem hohen Thron steht, die Kirche muss auf die Gläubigen zugehen.“ Messe und Erstkommunion – das alleine könne es nicht sein.

Dr. Frank Möllmann (links) und Pfarrer Klaus Lunemann.

Dr. Frank Möllmann (links) und Pfarrer Klaus Lunemann. Foto: Gunnar A. Pier

Familien im Blick

Deshalb habe man sich Ziele gesetzt. „Wir wollen in besonderer Weise Familien in den Blick nehmen, wir wollen denen helfen, die Not haben, wir wollen das Ehrenamt in der Gemeinde stärken, wir wollen Gottes Schöpfung bewahren, und wir wollen neue Wege gehen“, erklärte Möllmann. Passend dazu habe der Pfarreirat Sachausschüsse gegründet, in denen diese Ziele in die Praxis umgesetzt werden sollen. „Und bezogen auf den Standort St. Josef wollen wir aktiv auf den Wandel reagieren.“

So soll die neue Josef-Kirche aussehen. In die Giebelfront wird das Kreuz aus der alten Kirche integriert, auf der anderen Seite wird die Rosette der bestehenden Kirche eingebaut.

So soll die neue Josef-Kirche aussehen. In die Giebelfront wird das Kreuz aus der alten Kirche integriert, auf der anderen Seite wird die Rosette der bestehenden Kirche eingebaut. Foto: Gemeinde St. Martinus

Platz für bis zu 200 Besucher

Klar ist: Die neue St.-Josef-Kirche wird nach der Fertigstellung im Normalfall Platz für 100 Gläubige bieten, der Kirchenraum kann aber auf 200 Plätze erweitert werden. In die Giebelfront wird das Kreuz aus der alten Kirche integriert, auf der anderen Seite wird die Rosette der bestehenden Kirche eingebaut. „Das und die Form des Gebäudes sorgt für einen hohen Wiedererkennungswert“, sagte Lunemann. „Letztendlich entsteht eine kleinere Kirche mit variablen Möglichkeiten.“ Man habe bewusst einen ähnlichen Aufbau gewählt wie in der jetzigen Kirche, verdeutlichte Pastoralreferent Matthias Brinkschulte.

Matthias Brinkschulte (links) und Maria Wagner.

Matthias Brinkschulte (links) und Maria Wagner. Foto: Gunnar A. Pier

Harmonisch

In der sehr harmonischen Gemeindeversammlung wurde auch die neue Gottesdienstordnung vorgestellt, die auf das Fehlen einer Kirche während der Bauphase, aber auch auf die kleine Zahl der Pastoren reagiert. „Wir haben die Gottesdienste so gelegt, dass zum Beispiel im Krankheitsfall ein Priester allein die Gottesdienste abhalten kann“, erklärte Brinkschulte.

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