Jägerweg: Radweg zwischen Friedhof und Bahn-Brücke
„Das kostet schon ein bisschen“

Reckenfeld -

Entlang des Jägerwegs wird möglicherweise ein Radweg eingerichtet – über den vorhandenen kombinierten Geh- und Radweg hinaus. Der Bezirksausschuss Reckenfeld schloss sich in der jüngsten Sitzung mehrheitlich einem entsprechenden CDU-Antrag an. Die Verwaltung will jetzt die Machbarkeit prüfen und die Kosten kalkulieren.

Donnerstag, 18.10.2018, 21:50 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 18.10.2018, 21:44 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 18.10.2018, 21:50 Uhr
Hier endet der kombinierte Geh- und Radweg entlang des Jägerweges bislang. Die CDU schlägt vor, den Radweg bis zur Brücke über die Bahn zu verlängern.
Hier endet der kombinierte Geh- und Radweg entlang des Jägerweges bislang. Die CDU schlägt vor, den Radweg bis zur Brücke über die Bahn zu verlängern. Foto: Oliver Hengst

Auch für einen weiteren Antrag zum Thema Radfahren erhielt die CDU im Ausschuss die Zustimmung der anderen Fraktionen: Der neue Radweg entlang der B481 soll besser ausgeschildert werden, so dass Radfahrer, die von Reckenfeld nach Greven oder in der umgekehrten Richtung fahren, ihn auch finden.

Entlang des Jägerwegs spricht sich die CDU für einen Radweg vom Friedhof bis zur Brücke aus. Der Jägerweg werde in den vergangenen Jahren immer mehr auch von Fahrradfahrern genutzt. Aus mehreren Gründe: wachsende Wohngebiete in der Nähe, Friedhofsbesuche, Nutzung von dort stehenden Containern, ein Ausflug durch den alleenhaften Weg Richtung Greven oder Hembergen. Ohne einen offiziellen – gut ausgebauten – Fahrradweg jedoch sei dies oft gefährlich, begründete Anika Stöcker, CDU-Vorsitzende Reckenfeld, den Antrag. „Ich halte das für sehr, sehr wichtig, zumal der Weg über die Brücke für Radfahrer gefährlich ist.“ Zudem sei ein Anschluss an weitere Radwege wünschenswert.

Im Gegensatz zum Kirchweg (wo die Christdemokraten ebenfalls gerne einen gut ausgebauten Fahrradweg gesehen hätten), sei der Jägerweg zumindest in Teilen breit genug und im Besitz der Stadt Greven, so dass hier ein Lückenschluss im Radwegenetz erfolgen könne. Auch André Kintrup, im Rathaus für den Straßenbau zuständig, steht der Idee offen gegenüber. „Das wäre wünschenswert, dort einen Radweg zu haben“, sagte er im Ausschuss. „Jeder Radfahrer würde sich an der Stelle über einen Radweg freuen.“ Das große Aber: Man brauche außerorts (wegen vorgeschriebener Mindestmaße) für einen beidseitigen Radweg sehr viel Platz. „Ich plane den gerne. Das ist eine Maßnahme, wo ich sagen würde: ist sinnvoll. Zumindest bis zum Beginn der Rampe wo es in die Herberner Straße geht.“ Ab dort könnten Radfahrer Wirtschaftswege nutzen.

Die Stadt müsste die benötigten Flächen allerdings erst erwerben. „Das kostet schon ein bisschen was“, sagte Kintrup vorsichtig. Man spreche immerhin über rund 400 Meter Länge. „Wenn Sie möchten, würden wir das mal durchplanen.“ Dann könne man konkrete Angaben zu den Kosten machen. Eine Lösung wie an der Königsstraße in Greven ist nur innerorts möglich. Dass man in Reckenfeld deshalb einfach das Ortsschild versetzt – wohl ausgeschlossen.

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