Polenhilfe
Kette bilden – bis nach Polen

Reckenfeld -

Es ist ein starkes und verlässliches Team, das seit Jahren Lkw voll mit Spenden zu Schwester Bertrada nach Polen fährt. Doch bevor es losgeht, heißt es packen. Mit Power bewegen die Dreizehn Helfer eine Kette aus Roland Böckmanns Keller bis hinein in den Lkw.

Dienstag, 23.10.2018, 16:38 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 21.10.2018, 22:32 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 23.10.2018, 16:38 Uhr
Viele Hände, schnelles Ende: 13 Helfer sorgen dafür, dass die Hilfsgüter für Polen schnell verladen sind.
Viele Hände, schnelles Ende: 13 Helfer sorgen dafür, dass die Hilfsgüter für Polen schnell verladen sind. Foto: Rosi Bechtel

Im Keller lässt es sich der 85-jährige Böckmann nicht nehmen, als erster die Sachen vom riesigen Stapel zu nehmen. „Roland, lass es mal langsam angehen“, fordern die Mitstreiter. Doch wer den Initiator der Poleninitiative, die 1981 mit der ersten Tour startete, kennt, weiß, dass er sich das Zepter nicht aus der Hand nehmen lässt.

Oben im Lkw packt Ludger Mußenbrock Karton auf Karton, und Sack auf Sack. Die Laune bei den Helfern ist gut, man witzelt herum und schafft es gleichzeitig, den von der Firma Möbel Rhode zur Verfügung gestellten Lkw innerhalb einer knappen Stunde voll zu beladen. „Mehr geht nicht“ so das Fazit. Der älteste Helfer ist nach Roland Böckmann Josef Wienker. Seit gut 15 Jahren packt er mit an, wenn es darum geht, den Lkw zu beladen. Insgesamt ist es ein fester Stamm der anpackt, darunter viele vom Reckenfelder Bürgerverein, wie „Packer“ Ludger, oder Jürgen Otto, der seit einigen Jahren den Lkw mit nach Polen fährt. Mit an Bord Bruder Willy, der schon zum 25. Mal dabei ist, und natürlich Roland Böckmann, der es sich nicht nehmen lässt, persönlich zu Schwester Bertrada mitzufahren.

Gestartet wurde am frühen Samstagmorgen und bereits am Sonntagabend war man wieder zurück. „Früher haben wir noch vier Tage für die Tour gebraucht“, erzählt Böckmann. Schwester Bertrada und einige Helfer empfingen die Fahrer herzlich und voller Dankbarkeit, die auch an die Spender weiter-gegeben werden soll. Dankbarkeit und zu sehen, dass Hilfe nach wie vor nötig ist, ist es auch wohl, was Böck-mann motiviert, so lange es geht weiter zu machen.

Ist das dann die letzte Fahrt in diesem Jahr? „Wenn wieder genug zusammenkommt, würden wir wohl noch einmal fahren“, erklärt Böckmann. Bevor die Polenfahrer starten, kommt Josef Bangewitz noch schnell mit der obligatorischen Tüte Eukalyptusbonbons vorbei. Er selbst ist mehr als 30 Mal mit dem Lkw und Roland Böckmann nach Polen gefahren. „Gute Fahrt“ wünscht er – und die hatten die drei „Spediteure“ zum Glück auch.

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