Christian Wedershoven
Der Mann für Honig und Blut

Reckenfeld -

Der Reckenfeld Christian Wedershoven hat zwei Hobbys. zum einen beschäftigt er sich gerne mit Bienen, zum anderen ist er als Helfer beim Deutschen Roten Kreuz tätig.

Freitag, 26.10.2018, 06:30 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 26.10.2018, 06:28 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 26.10.2018, 06:30 Uhr
Schon seit seinem zwölften Lebensjahr beschäftigt sich Christian Wedershoven gemeinsam mit seinem Vater mit Bienen. Ein weiteres Hobby ist das Rote Kreuz.
Schon seit seinem zwölften Lebensjahr beschäftigt sich Christian Wedershoven gemeinsam mit seinem Vater mit Bienen. Ein weiteres Hobby ist das Rote Kreuz. Foto: Rosi Bechtel

„Bienen? Nein lieber nicht, die stechen“. Diese Antwort hört Christian Wedershoven meistens, wenn er seinen Kumpels erzählt, welches Hobby er hat. Na, ganz unrecht haben diejenigen, die lieber Abstand zu den Tierchen halten, die uns so eine süße Leckerei produzieren, nicht.

Beim Fototermin am Bienenstand stach mir gleich eine Biene in den Kopf. „Die kriegen Panik, wenn die sich in den Haaren verfangen“, erklärt das jüngste Mitglied der Reckenfelder Imker. „Ich finde Bienen interessant. Schon seit meinem zwölften Lebensjahr beschäftige ich mich gemeinsam mit meinem Vater damit“. Er selbst hat zwei bis drei Völker, zusammen mit seinem Vater sind es acht. Die beiden arbeiten oft Hand in Hand, den Aufwand findet er nicht so hoch.

Er selbst hat keine Prüfung beim Imkerverband gemacht, trotzdem kennt er sich gut aus. „Eine Prüfung muss man machen, wenn man über den Imkerverbund (also in den Gläsern des Verbandes) verkaufen möchte. Da sind die Richtlinien, die eingehalten werden müssen, sehr streng“, weis er.

Aber ein Hobby allein reicht dem 19-Jährigen, der seit elf Jahren in Reckenfeld wohnt, nicht. Seit 2016 wirkt er beim Jugendrotkreuz mit und einige Monate später stieg er beim DRK mit ein. „Ich kann gar nicht mehr ohne“, beschreibt er seine Leidenschaft für das ehrenamtliche Hobby. Donnerstags ist er mit seiner Altersgruppe der 16- bis 27-Jährigen zusammen, montags leitet er den jüngeren Nachwuchs der Sechs- bis Zwölfjährigen. „Die Gruppenstunden machen viel Spaß. Gerade mache ich eine Ausbildung zum Gruppenleiter über drei Wochenenden. Da muss man einiges lernen, zum Beispiel über den Jugendschutz, die Aufsichts- und Haftpflicht und natürlich wie man spielerisch den Nachwuchs an die Arbeit des DRK heran-führt“.

Wenn man ihm zuhört merkt man – er ist mit dem Herzen dabei. Aktuell besucht er die 13. Klasse des Beruflichen Gymnasiums in Münster, Leistungsfächer Informatik und Mathe. Aber er könnte sich durchaus vorstellen, Notfallsanitäter zu werden. Beim DRK hat er schon die Sanitäterausbildung hinter sich gebracht. „Das ist die erste Stufe über dem Erste-Hilfe-Schein.“

Der junge Mann ist viel auf Veranstaltungen unterwegs, wo die DRKler erste Ansprechpartner sind. „Das alles ist spannend, so wie letztens, als in Lotte Leute wegen eines Bombenfundes evakuiert werden mussten“. Vor Ort in Greven ist er unter anderem dafür verantwortlich, dass das Sanitätsmaterial haltbar und die gefüllten Rucksäcke in einem einwandfreien Zustand sind. „Ich verbringe meine Zeit dort gerne, man versteht sich super, und Freundschaften entstehen darüber hinaus auch in den privaten Bereich hinein. „Das Rote Kreuz gibt einem viel“.

Als Ausgleich geht es einmal die Woche zum Standardtanz. Aber demnächst wird wohl das Abitur mehr in den Vordergrund treten.

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