Pension am Dom in Schmedehausen – ein kleines Juwel
„Voll verliebt in dieses Haus“

Greven -

Aus der umgedrehten Messing-Milchkanne fließt Wasser. An der Klospülung hängt ein Plastikhuhn. Und im Flur blinkt eine schöne alte Jukebox. „Manche Gäste wollen wissen, warum da immer zwei Lieder pro Platte angegeben sind“, lacht Andrea Poleratzki. Tja, weil alles eine Vorder- und Rückseite hat.

Mittwoch, 31.10.2018, 10:56 Uhr aktualisiert: 31.10.2018, 11:00 Uhr
Hier ist ihr Reich: Andrea Poleratzki im Bauwagen, den sie sich im Garten eingerichtet hat.
Hier ist ihr Reich: Andrea Poleratzki im Bauwagen, den sie sich im Garten eingerichtet hat. Foto: Günter Benning

Poleratzkis Pension am Dom in Schmedehausen darf man getrost als Nebenerwerbsbetrieb bezeichnen. Hauptsächlich arbeitet die Bergkamenerin nämlich im Meldewesen des Gesundheitscampus in Bochum. Teils vor Ort, teils online. Und ihr Lebensgefährte Jörg Blankenburg hat reichlich zu tun mit dem Catering des Grevener Spezialreiseunternehmens Rucksack.

Ein Besuch in der Pension am Dom

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  • Verspielte Ideen prägen die Pension am Dom Andrea Poleratzki.

    Foto: Günter Benning
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    Foto: Günter Benning
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    Foto: Günter Benning
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    Foto: Günter Benning
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    Foto: Günter Benning
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  • Verspielte Ideen prägen die Pension am Dom Andrea Poleratzki.

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  • Verspielte Ideen prägen die Pension am Dom Andrea Poleratzki.

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  • Verspielte Ideen prägen die Pension am Dom Andrea Poleratzki.

    Foto: Günter Benning
  • Verspielte Ideen prägen die Pension am Dom Andrea Poleratzki.

    Foto: Günter Benning
  • Verspielte Ideen prägen die Pension am Dom Andrea Poleratzki.

    Foto: Günter Benning

Dass sie auch noch acht Betten vermieten, gehört zu den Zufällen des Lebens, auf das sich das Koch-Künstler-Paar immer einlässt. Zunächst war da der Umzug aus dem Pott nach Schmedehausen („Jörg hatte in Bergkamen einen Partyservice“). In Schmedehausen am Domhof fanden sie ein Häuschen mit großem Garten und Schuppen, direkt gegenüber der Pilger-Kirche gelegen. „Wir haben uns voll verliebt in dieses Haus“, sagt Poleratzki , deren Holzskulpturen überall in den Räumen verteilt sind. Also mieteten sie das Gebäude. Und als ein Mitmieter aus der ersten Etage auszog, fassten sie spontan den Entschluss: „Wir machen eine Pension auf.“

Aber natürlich nicht irgendeine Pension. Die beiden ließen ihren Spiel- und Basteltrieb los. Andrea Poleratzke sammelt nämlich gerne ungewöhnliche Dinge. Und Jörg Blankenburg macht was draus. Zum Beispiel aus der Trompete vom Müll eine Lampe, die vor dem Haus hängt. Oder aus der historischen Einlauf-Pumpe, die plötzlich ein Wasserhahn im Gäste-Klo wird. In der kleinen Küche für die Besucher dient ein Kutschbock als Sitzbank. Und der nüchterne Flachbildschirm, der in keinem Gästezimmer fehlen darf, verbirgt sich in einem historischen Reisekoffer.

Zwei Zimmer, acht Betten, Etagenbad – das alles hat eher das Niveau von Ein-Stern-Hotels aus den 50ern. Aber es kommt auf die Originalität an. Wir haben auch Stammgäste“, sagt Poleratzki. Zum Beispiel die Dortmunder Radeltruppe, die einmal im Jahr vorbeikommt. Oder die Frauenbande, die im Flur Party machte, weil da die Jukebox stand.

Und die darauf bestanden, beim nächsten Besuch wieder das Zimmer mit dem Flipperautomaten zu bekommen.

„Manchmal haben wir auch Gäste für längere Zeit“, sagt Poleratzki. Monteure beispielsweise, die sich von Montag bis Freitag einmieten. Oder die Stewardess von Germania, die plötzlich an der Tür stand und dringend ein Zimmer suchte, weil sie einen Job in Greven gefunden hatte. „Die Vielfalt der Menschen ist interessant“, sagt die Teilzeit-Pensionswirtin, „wir hatten mal eine tolle Chinesin hier. Oder eine Dänin, die trotz ihrer Multiplen Sklerose Marathon quer durch Europa lief.“

Und das alles in Schmedehausen? „Ja“, sagt die Neubürgerin, „Schmedehausen ist der Nabel der Welt.“ Neulich sei sie mal mit ihrem Liebsten im Urlaub gewesen. Nach einer Woche wollten sie schnell wieder nach Hause: „Jörg wollte reiten, ich wollte zum Kanal. Der Freizeitwert ist unschlagbar.“

Und die Menschen sind es offenbar auch. Als sie vor einiger Zeit einen Bauwagen in Einzelteilen geliefert bekam, trommelte sie ein bisschen in der Nachbarschaft – und schon waren 20 Leute da, die beim Zusammenbauen halfen. Wenn es was zu machen gibt, sind alle dabei. Beim Feiern übrigens auch.

Seit einigen Jahren gibt es deshalb am 1. Mai in der Pension am Dom ein besonderes Gartenfest. Künstler kommen und stellen Skulpturen und Gemälde aus. Und Musiker machen handgemachten Folk. Alles Freunde, sagt Poleratzki. Alles Leute, die ihr Lebensmotto teilen: „Schmecken, schauen, hören. Und dazu kommt noch: begegnen.“

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