Ärger über Hundekotbeutel in der Landschaft
Mülleimer kommen – aber wann?

Reckenfeld -

Hundekot. Hundekotbeutel. Aber keine Mülleimer dafür. Das ärgert den Reckenfelder Ernst Reiling.

Samstag, 17.11.2018, 13:00 Uhr
Veröffentlicht: Samstag, 17.11.2018, 12:53 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Samstag, 17.11.2018, 13:00 Uhr
Auf den Wegen zwischen den Blöcken gibt es schöne Spazierwege, die aber kaum mit Mülleimern ausgestattet sind. Manche Hundehalter lassen Hundekotbeutel daher einfach am Wegesrand liegen.
Auf den Wegen zwischen den Blöcken gibt es schöne Spazierwege, die aber kaum mit Mülleimern ausgestattet sind. Manche Hundehalter lassen Hundekotbeutel daher einfach am Wegesrand liegen. Foto: Oliver Hengst / Matthias Ahlke

Warten bis 2020? Warten, bis die Stadt ein neues Abfallkonzept erstellt, das dann vielleicht auch zusätzliche Mülleimer enthält? Für Ernst Reiling (Reckenfeld direkt) undenkbar. „Eine Zumutung“, nennt er eine so lautende Auskunft der Stadtverwaltung. „Das geht nicht.“ Es müsse jetzt gehandelt werden, denn der Bedarf sei eindeutig gegeben. Immer wieder werde er von Bürgern, Hundehalter und Nicht-Hundehalter, darauf angesprochen. Vor Monaten hat eine junge Mutter in der Bezirksausschusssitzung auf das Problem des Hundekotes aufmerksam gemacht. Nicht nur, dass manche (nicht alle) Hundebesitzer ihre Hunde ungehindert ihr Geschäft verrichten lassen, ohne sich um die Hinterlassenschaften zu kümmern. Offenbar gibt es auch einige Menschen, die die Hundehaufen zwar in entsprechende Tüten packen, diese dann aber einfach am Wegesrand liegen lassen. Auch, weil es an Mülleimern fehlt. „Wenn die Stadt Hundekotbeutel ausgibt, was richtig und lobenswert ist, dann muss sie auch dafür sorgen, dass Mülleimer aufgestellt werden“, fordert Reiling.

Es gebe zahlreiche Stellen im Ort, an denen es an zusätzlichen oder überhaupt an Mülleimern fehle: Dort, wo der Reckenfelder Bürgerverein Bänke aufstellt, am Regenrückhaltebecken, im Kirchumfeld, am so genannten B-Pättken.

In der jüngsten Sitzung des Betriebsausschusses berichtete Markus Eiling, bei den Technischen Betrieben Greven (TBG) für Fragen der Abfallbeseitigung zuständig, dass er sich auf Ersuchen des Bürgermeisters den Weg zwischen den Blöcken A und B angesehen habe. „Ich bin diese 700 Meter abgegangen. Ich habe mir da Zeit für genommen. Ich habe in der Tat drei Hundekotbeutel gefunden.“ In Kürze werde dort ein Mülleimer angebracht. Jedoch blieb in der Sitzung unklar, ob alle auch wirklich den selben Weg meinen. „Wir sprechen von verschiedenen Standorten“, bemerkte Reiling, der wohl das B-Pättken im Blick hatte.

Für Aloys Wilpsbäumer, Leiter der Technischen Betriebe, ist die Sache eigentlich klar. „Wenn ich einen Hund hätte, dann hätte ich auch die Verpflichtung, mich um die Hinterlassenschaften des Hundes zu kümmern.“ Man könne auch erwarten, dass die Hundekotbeutel über längere Strecken, auch über 700 Meter, mitgenommen und dann in einem Mülleimer entsorgt würden. Gleichwohl gebe es sicher frequentierte Knotenpunkte, wo zusätzliche Mülleimer Sinn machten.

„Dass das immer wieder Thema ist, kann ich verstehen“, sagt der Ausschussvorsitzende Ulrich Zeranka (SPD). „Aber man muss auch immer wieder an jene Hundebesitzer appellieren, die meinen, sie dürften alles irgendwo hinschmeißen. Ich will sie aber nicht alle verteufeln.“ Das Problem gebe es zudem nicht nur in Reckenfeld, sondern auch an vielen Standorten in Greven.

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