Bundestagsvizepräsident Petra Pau bei Gedenkfeier
Arbeit an einer friedlichen Welt

Greven -

Petra Pau, Linken-Bundestagsabgeordnete, fordert zum Volkstrauertag aktive Friedenspolitik. Und ein innergesellschaftliches Engagement gegen rechtsradikale Politik.

Montag, 19.11.2018, 18:04 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 19.11.2018, 08:32 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 19.11.2018, 18:04 Uhr
Auf dem Marktplatz legen Bürgermeister Peter Vennemeyer und Petra Pau Rosen für die ermordeten polnischen Zwangsarbeiter Franciszek Banaś und Wacław Ceglewski nieder.
Auf dem Marktplatz legen Bürgermeister Peter Vennemeyer und Petra Pau Rosen für die ermordeten polnischen Zwangsarbeiter Franciszek Banaś und Wacław Ceglewski nieder. Foto: Günter Benning

Passender Zufall zum Volkstrauertag: Im Ballenlager wurde gestern morgen eine Ausstellung mit gefälliger Grafik des deutschen Groß-Künstlers Günther Uecker eröffnet. Und einige hundert Meter weiter im Rathaus erinnerte Petra Pau, Vizepräsidentin des deutschen Bundestages, an ein richtungsweisendes politisches Werk Ueckers: „Im Bundestag haben wir einen Andachtsraum, nicht nur für Christen, sondern auch für Juden, Muslime und Hindus.“ Ein Symbol für gleichberechtigten Dialog, für Frieden. Der Versuch der CDU, dort ein großes Kreuz zu installieren, sei am Widerstand des Künstlers gescheitert.

Volkstrauertag in Greven mit Linken-Abgeordneten Eva Pau

1/25
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning

Die Linke Pau, in Berlin-Mitte direkt gewählte Bundestagsabgeordnete, war der Ehrengast der Feierlichkeiten zum Volkstrauertag. Für Erinnerung war bei ihr wenig Platz.

Für aktuelle Politik schon: „Wir müssen am Volkstrauertag auch über die deutsche Flüchtlings- und Asylpolitik, Rüstungsexporte, Wirtschaftspolitik, Banken-Macht und übermächtige Monopole reden“, erklärte sie. Und über eine „alternative“ Partei, die Hitler gar nicht so schlecht finde, die Leistungen der Deutschen Wehrmacht betone. Und die eine Wende der Erinnerungskultur fordere.

Pau warnte vor Antisemitismus, vor Pauschalverdacht gegen Muslime und einer sozialen Schieflage, die Arme noch ärmer mache. Ausdrücklich zitierte sie den ehemaligen Präsidenten Richard von Weizsäcker (CDU), der die Arbeit für Frieden und Recht einforderte.

Bürgermeister Peter Vennemeyer, beeindruckt von seinem Besuch in Grevens Partnerstadt Montargis, wo mit großen Veranstaltungen der Friedensschluss vor 100 Jahren gefeiert wurde, meinte: „Friedensarbeit kann auch in kleinem Rahmen realisiert werden. Wir alle haben die Möglichkeit, einen Beitrag zum europäischen Frieden zu leisten.“

Vor der Feierstunde im Rathaus, wurden Rosen an den Gedenksteinen für die in Greven ermordeten Zwangsarbeiter Franciszek Banaś und Wacław Ceglewski auf dem Rathausplatz niedergelegt, anschließend fand eine Kranzniederlegung am Ehrenmal an der Lindenstraße statt. Danach fuhr auch Petra Pau noch mit zum Friedhof an der Saerbecker Straße, wo an die Zwangsarbeiter erinnerte wurde, die in Greven ihr Leben verloren.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6199052?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F168%2F
Frau fühlt sich von Polizei im Stich gelassen
Mit dem so genannten Enkeltrick wollte ein Anrufer bei einer 65-jährigen Frau aus Beckum 20 000 Euro erbeuten.
Nachrichten-Ticker