SCR erhält Zuwendung der Stadt für Sportflächenverlagerung
2,5 Millionen Euro – zunächst

Reckenfeld -

Der SC Reckenfeld bekommt für den Neubau der Sportanlagen am Wittlerdamm 2,5 Millionen Euro von der Stadt – eine Summe in Höhe jenes Erlöses, der erwartet wird, wenn die Flächen in der Ortsmitte vermarktet werden. Dort soll bekanntermaßen Wohnbebauung entstehen.

Freitag, 23.11.2018, 11:46 Uhr aktualisiert: 23.11.2018, 11:50 Uhr
Das neue Vereinsheim soll auch Platz für eine neue Kegelbahn bieten, die die Oberliga-Kegler (derzeit Tabellenführer) nutzen können.
Das neue Vereinsheim soll auch Platz für eine neue Kegelbahn bieten, die die Oberliga-Kegler (derzeit Tabellenführer) nutzen können.

Das Geld kann der SCR verwenden, um ein neues Vereinsheim und zusätzliche Sportanlagen zu bauen. Die jetzigen Pläne des Vereins, der die Bauarbeiten in Eigenregie koordiniert, sehen allerdings Investitionen in Höhe von 2,9 Millionen Euro vor. Wie die Lücke geschlossen werden kann, soll Gegenstand von Gesprächen sein, die der Beigeordnete Cosimo Palomba in der Sitzung des Ausschusses für Schule, Kultur und Sport am Mittwoch in Aussicht stellte. Die Summe sei „zunächst“ auf 2,5 Millionen Euro beschränkt, sagte Palomba. „Vielleicht können wir nochmal gemeinsam überlegen, wie wir dieses Delta in Höhe von 400 000 Euro, wenn es denn dabei bleibt, geschlossen kriegen.“

Der Entwurf des SCR für die Gestaltung der Sportflächen nehme auch den Trend auf, mehr Freiflächensport anzubieten, den Sportbegeisterte auch ohne Vereinszugehörigkeit ausüben können, etwa auf der Finnenbahn oder dem Beachvolleyballfeld, lobte Palomba, der namentlich dem SCR-Vorsitzenden Andrew Termöllen für sein Engagement dankte. „Die Förderung des Freiflächensportes tut der Stadt gut, es tut der Sportentwicklung insgesamt gut. Daher sind unsere Bestrebungen, dürfen unsere Bestrebungen auch sein, trotz aller finanziellen Restriktionen, möglichst viel für den Freiflächensport zu tun“, betonte Palomba.

Das neue Vereinsheim soll rund eine Million Euro kosten, die Sportanlagen 1,2 bis 1,3 Millionen. Der Rest der Summe geht für Planungskosten drauf. Der bestehende Rasenplatz nebst Umkleiden am Wittlerdamm soll ergänzt werden um einen kleinen und einen großen Kunstrasenplatz, Finnenbahn, Laufbahn mit Sprunggrube, Beachfeld, Kugelstoßanlage/Bouleanlage und eine Wall-Tribüne mit Stehstufen.

Ein multifunktionales Gebäudes soll als Vereinsheim, Umkleide und Turnhalle dienen – und soll nach dem Wunsch des SCR auch die vieldiskutierte Kegelbahn enthalten, die der SCR seinen Oberliga-Keglern zur Verfügung stellen möchte. Die Baupläne enthalten zumindest die äußere Hülle für die Bahnen. Für die Ausstattung (nebst den eigentlichen Bahnen, die schon gebraucht gekauft und eingelagert sind) will der SCR in Eigenleistung sorgen. „Wenn es in die Baukosten reinpasst, sollte man dem Verein auch zugestehen, die Kegelbahn zu bauen“, sagte Frank Hänel von der Stadtverwaltung in der Sitzung.

Das Vereinsheim soll auch einen Raum enthalten, der für Versammlungen mit bis zu 199 Personen ausreichen würde (aufgrund bestimmter Vorschriften nicht mehr).

Die Grundstücksfrage wird derzeit geklärt (unsere Zeitung berichtete), sobald die Baugenehmigung vorliegt, sollen die Arbeiten starten – nach Wunsch des SCR gerne noch in diesem Jahr.

Der Zeitplan der Stadt wiederum sieht vor, dass bis Ende 2020 die Schlussrechnung vorliegt – also die Bauten und Sportanlagen errichtet sowie alle Rechnungen geprüft und bezahlt sein sollen. „31.12.2020 – das ist eine sportliche Aussage“, räumte Hänel ein. „Aber wir haben es ja auch mit einem Sportverein zu tun.“

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