jUm- und Anbau der Gesamtschule: Schluss mit „Vereinigten Hüttenwerken“
Schulgebäude wachsen zusammen

Greven -

Beeindruckend modern: Der Schulausschuss ließ sich durch die neue Gesamtschule führen.

Dienstag, 27.11.2018, 11:30 Uhr
Gashähne, die per Knopfdruck von der Decke herabschweben, digitale Tafeln, alles voll vernetzt, hell und modern ausgestattet. In den neuen Chemieräumen ließ sich erahnen, wie groß der Unterschied zu Klassenräumen von anno tuck heute ist.
Gashähne, die per Knopfdruck von der Decke herabschweben, digitale Tafeln, alles voll vernetzt, hell und modern ausgestattet. In den neuen Chemieräumen ließ sich erahnen, wie groß der Unterschied zu Klassenräumen von anno tuck heute ist. Foto: oh

Früher, da sahen Chemie-Räume noch so aus: Mit Fliesen versehene, massive Tische, die unverrückbar den Räumen standen. Ausgestattet mit Wasser- und Gas-Hähnen, die einen riesigen Nachteil hatten: Sie waren auf Augenhöhe montiert und verleiteten zu allerlei Blödsinn. „Früher war es grundsätzlich so, dass der Gashahn mit Kaugummi verschlossen war“, sagte Schulleiter Ingo Krimphoff , als er nun den Schulausschuss durch „seine“ Schule führte. „Heute ist das nicht mehr möglich.“ Denn heute werden die Hähne per Knopfdruck von der Decke herabgelassen. „Nicht möglich? Theoretisch vielleicht . . .“, raunte jemand aus der zweiten Reihe. Nun, sagen wir: Es wird den Schülern zumindest erschwert.

Das ist aber bei Weitem nicht der einzige und schon gar nicht der größte Vorteil des laufenden Umbaus der Gesamtschule. Vor allem entsteht der dringend benötigte Platz fürs Lehren und Lernen, für Mittagsessen und Freizeit. Und es entstehen zeitgemäß ausgestattete Klassen- und Fachräume.

Als Krimphoff die Ausschussmitglieder durch die neuen Naturwissenschaften führte, staunte so mancher (der noch Klassenräume von anno tuck kennt) nicht schlecht, wie das heute so aussieht: lichtdurchflutet, mit hellen Möbeln und moderner Digitaltechnik ausgestattet. Die gute alte Tafel? Geschichte. Heute gibt es Smartboards. Auch sonst ist vieles voll vernetzt, und das nicht nur dort, wo IT-Wissen vermittelt wird.

Auch auf pädagogische Trends wurde beim Um- und Anbau natürlich reagiert. So sind die neuen Flure an mehreren Stellen platzartig aufgeweitet, so dass sie als alternative Lerninseln genutzt werden können.

Auch wenn es schon dunkel war, machte die Runde natürlich einen Abstecher nach draußen, wo gerade die neue Mensa entsteht und bald die Außenanlagen folgen sollen. Die Mensa soll ab dem Sommer nutzbar sein, die Außenanlagen mit viel Bewegungsangeboten ab Ende des Jahres.

Die eigentlich größte Überraschung aber war, dass es inzwischen gelungen ist, die früher baulich und funktionell strikt voneinander getrennten Schulen zu einer harmonischen Einheit zu verweben. Was Aloys Wilpsbäumer, Leiter der Technischen Betriebe, früher mal despektierlich, wie er selbst einräumt, als „Vereinigte Hüttenwerke“ wahrgenommen hat, ist nun zu einem großen Ganzen zusammengewachsen.

Im gleichen Ausschuss referierte im Übrigen auch Wolfgang Bernhard, Leiter der Musikschule, die die Schulgebäude auch nutzt. Er geriet angesichts der millionenschweren Investitionen in die Grevener Schulen (unsere Zeitung berichtete) fast ins Schwärmen: Dass Greven derartig in Kultur und Bildung investiere sei „faszinierend zu sehen“. In anderen Kommunen sehe das mitunter ganz anders aus.

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